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Stadthagen Stadt Bewegung an der ehemaligen Moschee
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Bewegung an der ehemaligen Moschee
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00:22 10.12.2015
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Stadthagen (bes)

Die ehemalige Moschee ist im Besitz der Türkisch-Islamischen Gemeinde (Ditib). Nach Angaben von Bauamtsleiter Gerd Hegemann sollen Ende des Jahres die Ergebnisse einer Voruntersuchung der Brücke im Bereich Vornhäger und Lauenhäger Straße vorliegen. Anfang des kommenden Jahres soll dann das Bebauungsplanverfahren angeschoben werden. Dazu wird die Beteiligung von Bürgern und Behörden gestartet. Parallel dazu sollen weitere Gespräche mit dem Eigentümer geführt werden.
Im Frühjahr sollen die Sanierungssatzungen und die Förderrichtlinien den zuständigen politischen Gremien zum Beschluss vorgelegt werden. Das gesamte Verfahren, das sich auf den Bereich ,Südlich des Tulpenwegs‘ bezieht, werde als „klassisches Sanierungsverfahren“ betrieben, so Hegemann. Damit sollen unter anderem beim Bau einer Erschließungsstraße im Norden die Besitzer der künftigen Eckgrundstücke nicht mit Beiträgen belastet werden.
Ratsherr Lothar Biege (FDP) begründete den erneuerten Vorstoß der Gruppe damit, dass das Gebäude heruntergekommen sei. „Die ehemalige Moschee liegt an einer zentralen Zufahrtsstraße zur Innenstadt, doch das Erscheinungsbild passt nicht dazu“, so der Liberale. Sollte dieser Zustand in den kommenden beiden Jahren anhalten, müsse auf den Eigentümer eingewirkt werden, dass er optische Verbesserungen vornimmt“, machte Biege deutlich.
Unterstützung bekam der FDP-Politiker von CDU-Fraktionschef Heiko Tadge. Auch er sieht den Eigentümer des Gebäudes in der Pflicht und will notfalls auf diesen einwirken, damit es zumindest zu einer „Pinselsanierung“ kommt. Wie konkret dieses Einwirken aussehen soll, ließen Biege und Tadge allerdings offen.
Das Gelände im Kreuzungsbereich von Lauenhäger und Vornhäger Straße soll großflächig umgestaltet werden. Dort befinden sich außer der ehemaligen Moschee auch ein leer stehender Einzelhandelsmarkt, weitere Gewerbebetriebe und Wohnhäuser. Den Vorstellungen der Verwaltung zufolge soll dort Wohnbebauung mit gemischter Nutzung im Erdgeschoss entstehen.
Ute Hartmann-Höhnke (SPD) machte indessen darauf aufmerksam, dass die ehemalige Moschee derzeit noch bewohnt wird. Daher sei es wichtig, die Ditib so früh wie möglich einzubeziehen, um ein „sozialverträgliches Agieren“ zu gewährleisten. Hegemann sicherte ihr ein entsprechendes Vorgehen zu.

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