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Bilanz ist „nicht so prall“

Stadthagen / Gastronomie Bilanz ist „nicht so prall“

Ein richtiger Sommer sieht anders aus: In der Stadthäger Innenstadt ist derzeit nicht viel los. Das wechselhafte und verregnete Wetter macht besonders der Außengastronomie zu schaffen. Die Stimmung reicht von „katastrophal“ bis „nicht so prall“. An der Enttäuschung der Gastronomen kann auch das sonnige Frühjahr nichts ändern.

Stadthagen (kil). Tische und Stühle im Freien sind seit Beginn des Sommers in Eisdielen, Restaurants und Kneipen vergleichsweise dünn und sichtlich lückenhaft besetzt. Einige Gastronomen bauen ihren Außenbereich an manchen Tagen gar nicht erst auf.

„Im Moment habe ich das Gefühl: Das war’s jetzt mit dem Sommer“, klagt Yvonne Perkovic, Chefin vom „Schwarzen Adler“. Im warmen Frühjahr sei das Geschäft auf der Terrasse gut gelaufen. „Das ist es dann auch schon gewesen“, gibt sie an. Dass die Gäste, die bei schönem Wetter draußen sitzen würden, stattdessen in die Gaststätte kämen, könne sie nicht behaupten. „Die Besucher fallen teilweise einfach ganz weg.“

Das bestätigte auch die Mehrheit der anderen befragten Gastronomen. Viele Stammgäste seien außerdem gerade im Urlaub, erklärt Percovic. „Das kann es nicht gewesen sein“, sagt sie.

„La Piazzetta“-Chef Frank Gerecht zeigt sich ähnlich resigniert. „Welche Außengastronomie?“, stellte er die Frage. Für Juli seien das Wetter und damit auch die Gästezahlen vergleichsweise extrem schlecht gewesen. „Das ist doch kein Sommer“, macht er seinem Frust Luft. In einem „richtigen Sommer“ würden manche Gäste noch bis Mitternacht bei Pizza, Pasta oder Salaten auf dem Marktplatz sitzen.

Bei der aktuellen Wetterlage sei die Innenstadt hingegen ziemlich unbelebt. Woher sollten da die Gäste kommen? Der Sommer sei katastrophal. „Wenn es um 16 oder 17 Uhr in Strömen regnet, geht doch niemand zum Eisessen in die Stadt“, meint Gerecht. Normalerweise sei eher der August der verregnete Monat. „Wir brauchen Sonne“, betont der Gastronom mit bangem Blick zum Himmel.

„Mittendrin“-Betreiber Edgar Matuschek ist ebenfalls unzufrieden. „Natürlich macht sich das Wetter bemerkbar, aber was soll man machen?“, erzählt er. „Selbst an den Wochenmarkttagen ist wenig los.“ „Solche Phasen gibt es aber immer mal“, fügt er etwas optimistischer hinzu.

„Es geht“, lautet das Urteil von Antonio Corica, Geschäftsführer des Restaurants „Italo“. „Im Außenbereich läuft es nicht so prall, aber die Ferien haben ja auch erst angefangen.“ Passanten, die einfach nur gemütlich flanierten, sehe man in der Innenstadt nur bei schönem Wetter. Da seien die Leute ausflugsfreudiger und auch schneller zu einem spontanen Getränk oder Essen bereit.

Trotz des trüben Sommers könne sich der Gastronom insgesamt über steigende Besucherzahlen freuen. „Das hat aber nichts mit der Außengastronomie zu tun“, meint Corica. Vielmehr liege es daran, dass der Besuch der „Küchenchefs“ aus der gleichnamigen TV-Serie dem Restaurant mehr Publikum beschere. „Manche, die uns noch nicht kannten, sind jetzt neugierig geworden und schauen mal vorbei“, sagt er. Auf diese Weise könne das Restaurant das eher schlechte Geschäft auf der Terrasse auffangen.

Martin Koller, Mitarbeiter im Ratskeller sieht die Situation etwas gelassener. „Es geht. Wir haben immer noch Anmeldungen, unter anderem von Touristengruppen“, erzählt er. „Besser geht es natürlich immer.“

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