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Blitzermarathon im Landkreis Schaumburg

Achtung! Blitzermarathon im Landkreis Schaumburg

Bitte recht freundlich: Wer allzu gern aufs Gas tritt, der könnte sich morgen unfreiwillig auf Fotos wiederfinden.

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Diese Strecken im Schaumburger Land nimmt die Polizei im Zuge des Marathons unter die Lupe.

Quelle: Grafik: SN

Landkreis. D ie örtliche Polizei beteiligt sich mit acht Messstellen am bundesweiten Blitzermarathon. „Ab 6 Uhr werden mobile und stationäre Kontrollen durchgeführt“, sagt Gabriela Mielke, Sprecherin der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg.

Wegen der Gedenkfeier in Köln für die Opfer des Flugzeugabsturzes in den französischen Alpen gehe die Aktion nicht wie zuletzt über 24 Stunden, sondern ende am Donnerstag um Mitternacht. Durch das Benennen der Messstellen wolle die Polizei „die Akzeptanz ihres Handelns steigern und für mehr Sicherheit auf den Straßen sorgen“.

Dieser Versuch gilt den Bürgern. Mit der Akzeptanz in den eigenen Reihen hat die Polizei allerdings zu kämpfen. Scharfe Kritik kommt zum Beispiel von Dietmar Schilff, Landesvorsitzender der Polizeigewerkschaft GdP. „Da werden 800 Leute für ein wenig sinnvolles Medienspektakel herangezogen“, moniert er. Vor dem Hintergrund zum Beispiel des G7-Gipfels in Lübeck sollten „lieber Überstunden abgebaut“ werden.

Zur Verkehrssicherheit trage der Blitzmarathon ohnehin nicht bei. Vielleicht sogar eher im Gegenteil: Weil die Messstellen bekannt sind, komme es erfahrungsgemäß „zu kniffligen Situationen, wenn Autofahrer urplötzlich auf 30 Stundenkilometer abbremsen“.

Selbstredend gehöre überhöhte Geschwindigkeit als Haupt-Unfallursache auf die polizeiliche Agenda. Die GdP plädiere aber – übrigens ähnlich wie der ADAC – „für kontinuierliche Überwachung“. Die könnte sich leichter gestalten, argumentiert Schilff, wenn die Polizei in den vergangenen Jahren keinen Personalabbau erlitten hätte.

Der Blitzmarathon ist Bestandteil der Verkehrssicherheitsinitiative 2020, die im Frühjahr 2011 vom damaligen niedersächsischen Innenminister Uwe Schünemann ins Leben gerufen wurde. Die Zahl der durch Verkehrsunfälle Getöteten und Schwerverletzten soll bis zum Jahr 2020 um ein Drittel reduziert und die Geschwindigkeiten nachhaltig gesenkt werden sollen.

Die Polizei in Nienburg und Schaumburg wurde nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr zu 6259 Verkehrsunfällen gerufen. Bei diesen Unfällen wurden 1138 Personen leicht und 216 schwer verletzt. 20 Menschen kamen ums Leben. Überhöhte und nicht angepasste Geschwindigkeit waren die häufigste Unfallursache. Die Kontrollstellen in Schaumburg werden laut Polizei anhand von Unfallschwerpunkten ausgerichtet.

Wer wegen seiner Geschwindigkeit angehalten wird, muss sich auch auf Kontrollen bezüglich technischer Mängel und Drogeneinflusses einstellen, erklärt Sprecherin Mielke. jcp

Unangekündigte Messung in Stadthagen

Im Vorfeld des Blitzermarathons hat die Stadthäger Polizei bereits gestern unangekündigte Geschwindigkeitsmessungen vorgenommen. Dabei sind den Beamten an der Stadthäger Straße 15 Raser ins Netz gegangen. Alle hatten die erlaubte Höchstgeschwindigkeit um mehr als 25 Kilometer pro Stunde überschritten. An der Bornau wurden neun Fahrer von der Laserpistole erfasst. Der schnellste fuhr 88 Stundenkilometer, statt der erlaubten 50. tbh

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