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Bohrmaschinen statt planschender Badegäste

Stadthagen / Tropicana Bohrmaschinen statt planschender Badegäste

Hier zischt ein Hochdruckreiniger, dort rattert eine Bohrmaschine, drüben wird geschraubt: im Stadthäger Freizeitbad „Tropicana“ herrscht derzeit ein ungewohntes Gewusel. Statt planschender Badegäste sind noch bis kommenden Montag Mitarbeiter von insgesamt 20 Firmen mit der jährlich anfallenden Generalüberholung der Anlage beschäftigt.

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Die Fleißigen im Hintergrund

In den Becken werden die Scheinwerfer ausgetauscht.

Quelle: rg

Stadthagen (ssr). Der „Frühjahrsputz“ ist vielfältig: So werden die gesamten knapp 1000 Kubikmeter Wasser bis zum letzten Tropfen ausgetauscht. In die Mehrschichtfilter der Wasser-Reinigungsanlage kommt neue Kohle. Etliche Dehnungsfugen der Beckenfliesen müssen nachverfugt werden. Zudem werden im Sprudelbecken LED-Scheinwerfer eingebaut. „Die sind sparsam, wartungsfrei und ermöglichen uns, das Becken in den Abendstunden unter Wasser hübsch bunt in Szene zu setzen“, berichtet „Tropicana“-Chef Helmut Kirchhöfer.

Das Auffangbecken der Rutsche muss wegen einiger undichter Stellen repariert werden. Wasser sickert unerwünscht hier und da auch durch die Wände des hoch oben gelegenen „Karibik“-Hauses, in dem ein Heißbecken installiert ist. „Offenbar gelangt beim Planschen Wasser durch die Fensterrahmen in die Wand und tröpfelt dann durch“, erzählt Kirchhöfer.

Eine größere Veränderung bedeutet die Verlegung eines mit großen Steinen gestalteten Baby-Planschbeckens. Das ist laut Kirchhöfer nötig, um bequeme Zugänge sowohl zum Bistro und vor allem zur neu gestalteten Dünen-Landschaft im Außenbereich zu gewährleisten.

Doch damit nicht genug: Die Lüftungsschächte erhalten neue Dichtungen, zudem werden die Motorstellklappen ausgetauscht. Die Lüftung des Bistros wird penibel gereinigt. Teile der „Dschungelbrücke“ müssen besser abgedichtet werden. Die Abdeck-Klappe, die das Solebecken nachts vor zu großer Auskühlung schützt, wird ebenfalls erneuert. Zudem wird der Vorratsbehälter für die Sole neu gefliest.

Auch der TÜV kommt zum Zuge: Dieser überprüft etliche technische Einrichtungen, etwa die Brandmelder und Alarmanlagen sowie sieben große Schalterkästen im Keller. Selbst die Botanik ist im Blick: Eine dürr gewordene Palme soll durch ein Prachtexemplar ersetzt werden.

Für die Schäden muss laut Kirchhöfer nach wie vor der für das Bauwerk verantwortliche Generalunternehmer Pellikaan (Ratingen) aufkommen, denn noch gilt die Gewährleistungsfrist. Insofern ist der größte Kostenfaktor für die Wirtschaftsbetriebe bei der Generalüberholung im Grunde der Ausfall der Eintrittsgelder. Läuft alles planmäßig, wird das „Tropicana“ am kommenden Dienstag, 24. Mai, wieder öffnen, und zwar „frühjahrsgeputzt“.

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