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Bombendrohung: Hochzeit unterbrochen

Polizei evakuiert Festhalle in Stadthagen Bombendrohung: Hochzeit unterbrochen

Die Hochzeit eines kurdischen Brautpaares in der Festhalle Stadthagen ist am Sonnabend jäh unterbrochen worden. Wegen einer anonymen Bombendrohung ließ die Polizei kurz nach 18 Uhr das Gebäude räumen. 120 bis 150 Gäste mussten zwei Stunden auf dem Festplatz ausharren.

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Die Polizei ist am Sonnabend mit einem Großaufgebot an und in der Festhalle im Einsatz. Feuerwehr, DRK und Spürhunde vor Ort.

Quelle: fwi

Stadthagen (sk). In festlicher Kleidung warteten die Hochzeitsgäste in den kühler werdenden Abendstunden auf den Fortgang der Feier. Ängstliche Stimmung herrschte nicht, etliche Gäste tanzten draußen sogar zu den Klängen einer Musikgruppe, die die Halle wie alle anderen verlassen musste. „Wir Kurden haben immer eine Möglichkeit”, trotzte Haschin Topcu, Hochzeitsgast aus Bremen, den unliebsamen Umständen. Der Verdacht auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund der Tat wurde weder aus Kreisen der Polizei noch der Gäste laut. Eher wurde der Auslöser der Drohung laut Polizeisprecher Axel Bergmann, der mit den Veranstaltern gesprochen hatte, in deren privaten Umfeld vermutet.

Wer auch immer die Feier stören wollte: Drohanrufe gingen an zwei Zeitpunkten am Sonnabend bei der Polizei ein, jeweils von einem öffentlichen Fernsprecher. „Heute werden jede Menge Menschen in Stadthagen sterben”, vekündete laut Bergmann eine männliche Stimme um 12.11 Uhr. Der Anruf ging von einem Fernsprecher an der Niedernstraße ein.  Ein weiterer Anruf, der diesesmal die Festhalle als Ort einer Bombenexplosion konkretisierte, erfolgte um 17.59 Uhr von einem Fernsprecher am Viehmarkt. Es habe sich sich definitiv um die gleiche Stimme wie am Mittag gehandelt, sagte Bergmann.

Die Bombendrohung nahm die Polizei sehr Ernst. 20 Beamten aus Schaumburg und Nienburg sowie Hundeführer aus Gifhorn mit ihren Tieren waren vor Ort. Die Belgischen Schäferhunde „Ben” und „Half” konnten in der Festhalle jedoch keinen Sprengstoff erschnüffeln. Kurz nach 20.30 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden. Die Polizei gab die Festhalle zum Weiterfeiern frei. Dies bedeute auch den Einsatzabruch der Feuerwehr und des DRK, die planmäßig mit alarmiert worden waren. 

Die Polizei  bittet um Hinweise: Wer zu den genannten Zeiten eine Person an der jeweiligen Telefonsäulen beobachtet hat, möge die  Polizeidienststelle Stadthagen unter der Nummer (05721) 40040 anrufen.

Mehr zu diesem Vorfall lesen Sie in der Dienstagsausgabe der Schaumburger Nachrichten

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