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Bonita schließt zum Jahresende

Weiterer Leerstand Bonita schließt zum Jahresende

Zum Ende des Jahres schließt das Modegeschäft Bonita an der Obernstraße in Stadthagen. Eine allzu große Überraschung ist das nicht: Der Mutterkonzern Tom Tailor strauchelt und trennt sich von Ballast, hatte die Schließung zahlreicher Bonita-Filialen in Deutschland bereits angekündigt.

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 Mit Bonita schließt innerhalb kurzer Zeit das nächste Geschäft an der Obernstraße.

Quelle: rg

STADTHAGEN. Allerdings kommt das Aus in Stadthagen mitten in einer Zeit, in der sich gefühlt eine Geschäftsschließung an die nächste reiht.

 „Im Zuge des Reset-Programms wird sich die Tom Tailor Group künftig auf ihre profitablen Geschäftsaktivitäten fokussieren“, teilt eine Unternehmenssprecherin mit. Deshalb wird Bonita in der Obernstraße 56 nach zehn Jahren schließen, „da diese nicht mehr profitabel war“. Was aus den drei Beschäftigten wird, ist nicht zu erfahren. „Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir uns zu vertraulichen Mitarbeiterangelegenheiten nicht äußern“, sagt die Sprecherin.

Einzelhandel im Umbruch

 „Der gesamte Einzelhandelsmarkt befindet sich in einem starken Umbruch“, sagt der Stadthäger Wirtschaftsförderer Lars Masurek. Maßgeblich sei daran der Onlinehandel schuld. Nicht nur für Stadthagen sei davon auszugehen, dass sich die Situation für den stationären Einzelhandel „noch massiv verschärfen wird“. Einzelhändler, auch Filialisten, würden „auf der Strecke bleiben“. Viele Händler fänden zudem keinen Nachfolger.

 Dass die Obernstraße sich ähnlich entwickelt wie die abgehängte Niedernstraße, hält Masurek für unwahrscheinlich. „Es handelt sich hier um ein ganz anderes Quartier in bester Innenstadtlage.“ Ähnlich hatte sich der Stadtmarketing-Vorsitzende Günter Raabe bereits zuvor geäußert. Zum Beispiel sei es in der Obernstraße zuletzt gelungen, mit der Ansiedlung von Woolworth einen Leerstand zu vermeiden, „obwohl es sich bei der Immobilie nicht um einen besonders nachgefragten Flächenzuschnitt handelt“, so Masurek.

Nachnutzung für Hussel-Immobilie

 Für die Hussel-Immobilie zeichne sich zudem bereits eine Nachnutzung ab. Dem Vernehmen nach könnte hier bereits im März nach nur einem Monat Leerstand – für eine Umbaupause – der nächste Laden aufmachen.

 „Geschäftsaufgaben sind nicht vermeidbar, zumal die Gründe sehr unterschiedlich sind“, sagt Masurek. Der Appell des Wirtschaftsförderers: „Die Kunden vor Ort haben die Zukunft des stationären Einzelhandels vielfach selbst in der Hand.“ Es hänge maßgeblich davon ab, ob Kunden nur per Mausklick einkaufen oder mit ihrem Bargeld oder der EC-Karte vor Ort. Für das Aufrechterhalten der Attraktivität einer Einkaufsstraße sei zudem ein gemeinsames Handeln von Eigentümern, Immobilienmaklern, Banken, Stadtmarketingverein, Projektentwicklern und Stadtverwaltung notwendig. jcp

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