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Stadthagen Stadt Brandschutz bereitet Probleme
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Brandschutz bereitet Probleme
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17:01 06.11.2018
In diesem Gebäude im Gewerbepark soll der "Coworking space" entstehen. Quelle: rg
Stadthagen

Das hat Sven Rickes, Geschäftsführer der Compa Logistik & Gewerbepark GmbH, auf Anfrage mitgeteilt. Rickes geht davon aus, dass die Eröffnung Mitte Januar über die Bühne gehen wird.

Der Geschäftsführer hatte in einer öffentlichen Sitzung des Wirtschaftsausschusses des Rates im Juni angekündigt, den „Coworking space“ im Oktober eröffnen zu wollen. Doch es hätten sich zwischenzeitlich Probleme beim Brandschutzkonzept ergeben, so Rickes jetzt auf Anfrage: „Das war ein komplexer und schwieriger Vorgang, der länger gedauert hat als gedacht.“ Mittlerweile seien die Probleme aber aus dem Weg geräumt.

Bis zum Januar müssten nun noch Brandschutztüren und Möbel geliefert und installiert werden, berichtet Rickes. Außerdem müsse noch der Fußboden aus Industrie-Estrich gegossen werden. Das genaue Eröffnungsdatum im Januar werde rechtzeitig bekannt gegeben, kündigt der Geschäftsführer an.

Investition von 300 000 Euro

Sein Unternehmen investiere „etwas mehr als 300 000 Euro“ in die Herstellung des „Coworking space“, rechnet Rickes vor. Genutzt werden große Teile des ersten Geschosses eines größeren früheren Alcatel-Gebäudes.

Mit „Coworking space“ ist laut Rickes eine Art Bürogemeinschaft gemeint, die sich mehrere Nutzer, häufig handelt es sich um so genannte Startups, teilen. Es liegen bereits einige Anfragen von potenziellen Nutzern vor, so Rickes, ausgebucht sei das Areal allerdings noch nicht. „Ich habe aber überhaupt keine Sorge, dass das nach Eröffnung relativ schnell voll läuft“, sagt Rickes unter Verweis auf ein erfolgreich verlaufendes ähnliches Projekt in Hattingen. „Coworking space“ ist eine für Stadthagen völlig neue Art der Arbeitsplatzgestaltung.

Zeitgleich mit der Eröffnung des „Coworking space“ soll laut Rickes der Gewerbepark feierlich in „Innovationspark Schaumburg“ umbenannt werden. „Die Fahnen und Schilder sind schon bestellt“, teilt der Geschäftsführer dazu mit.

Auch Gründerzentrum geplant

Ein weiterer konkreter Plan für den Innovationspark ist laut Rickes die Einrichtung eines „Gründerzentrums“ in vorhandenen ehemaligen Laborgebäuden. Hier liefen derzeit intensive Gespräche mit der städtischen Wirtschaftsförderung, wie man „Coworking space“ und „Gründerzentrum“ eng miteienander verzahnen könne. Rickes und Stadt hoffen dabei auf die Kooperation von Uni Hannover, Industrie- und Handelskammer sowie der Handwerkskammer.

Derzeit laufen nach Angaben von Rickes Gespräche mit der Stadt, um eine zusätzliche Erschließung des Geländes von der Enzer Straße aus zu schaffen. „Ich bin ganz optimistisch, dass das möglich sein wird.“ Das wäre auch gut, so der Unternehmer, „denn dann könnte der Schwerlastverkehr aus der Gubener Straße heraus genommen werden.“

Ausgefallen ist das für September geplant gewesene zweite Street Food Festival im Gewerbepark. „Der Veranstalter hat mich kurzfristig hängen lassen“, gab Rickes als Grund an. Geplant gewesen war parallel ein interkultureller Markt und ein Street Soccer Turnier. „Wir streben das aber unbedingt weiter an“, versichert Rickes, „wir suchen nach einem neuen Veranstalter.“ ssr