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Brauerei Havarie: Auch Stadt ist betroffen

Pacht soll nicht verloren gehen Brauerei Havarie: Auch Stadt ist betroffen

Von der Havarie der Schaumburger Privaten Braumanufaktur GmbH ist auch die Stadt Stadthagen betroffen. Schließlich ist die Gesellschaft, für die Geschäftsführer Friedrich-Wilhelm Lambrecht Ende November einen Insolvenzantrag gestellt hat, Pächterin des Ratskellers und des Stadtgartencafés.

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Stadthagen. Beide gastronomischen Einrichtungen befinden sich im Besitz der Stadt. Die Brauerei hat jeweils Unterpächter, welche den Ratskeller und das Stadtgartencafé betreiben.

Die Stadtverwaltung sei unverzüglich nach Bekanntwerden des Insolvenzantrags tätig geworden, berichtete Bürgermeister Oliver Theiß auf Anfrage: „Wir befinden uns in intensiven Gesprächen mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter Matthias Lehmann.“ Der Bürgermeister betonte, die Verwaltung werde sicherstellen, dass die Stadt unter allen Umständen an die Pachtzahlungen kommt und ihr kein Geld verloren geht.

Theiß zeigte sich sicher, dass dies gelingt: „Wir haben rechtliche Handlungsmöglichkeiten, um einen Schaden zu verhindern.“ Um welche es sich dabei handelt, darf der Verwaltungschef nach eigenem Bekunden nicht sagen: „Es ist vereinbart worden, über Vertragsinhalte keine Auskunft zu geben.“ Das beziehe sich auch auf die Höhe der Pachten, die Theiß nicht nannte.

Beim Stadtgartencafé gilt ganz aktuell der Sonderfall, dass die Brauerei gar keine Pacht zu zahlen hat. Nach Auskunft von Jörg Schädel, in der Stadtverwaltung für Liegenschaften zuständig, ist der Unterpacht-Vertrag mit dem Ehepaar Wolfgang und Christa Tadge jüngst gekündigt worden. Bis eine Lösung mit einem neuen Pächter zustande kommt, ist laut Schädel vereinbart worden, dass die Brauerei keine Pacht zahlen muss – ganz unabhängig von der Havarie und der Tatsache, dass das Café als Folge des Brandes im Mai nach wie vor stillgelegt ist.

Die Havarie der Braumanufaktur sei für die Stadt nicht nur mit Blick auf die Pachtzahlungen „ein misslicher Umstand, zumal sie so überraschend kommt“, sagte Theiß. Die Vorgänge seien nicht nur für die Brauerei ein großer Imageschaden, sondern stellten auch einen Verlust für die Stadt dar. „Eine Brauerei in der Stadt ist immer ein Aushängeschild.“ Es wäre sehr bedauerlich, wenn dieses verloren ginge, fügte der Bürgermeister hinzu.

Es sei schade, dass es Lambrecht nicht gelungen sei, die Schaumburger Brauerei zu retten, „denn das hatte er ja angekündigt“, sagte Theiß. Nun hoffe er „auf die gute Arbeit des Insolvenzverwalters Lehmann, dass die Sache zu einem positiven Ende kommt“, fügte der Bürgermeister hinzu. ssr

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