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Brauerei: Lambrecht soll übernehmen

Zwei Jahre nach der Insolvenz Brauerei: Lambrecht soll übernehmen

Es wird immer wahrscheinlicher, dass der vormalige Inhaber Friedrich-Wilhelm Lambrecht schon bald wieder das Ruder in der Schaumburger Privat-Brauerei in die Hand bekommt. Diese war vor zwei Jahren in die Insolvenz geschlittert.

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Möglicherweise übernimmt der vormalige Inhaber der Brauerei, Friedrich-Wilhelm Lambrecht, schon bald wieder das Ruder.

Quelle: rg

Stadthagen. „Im Moment sieht es danach aus, dass es zu einer Übernahme durch Herrn Lambrecht kommt“, teilte Insolvenzverwalter Sascha Bibiha am Freitag mit. „Wir verfolgen das Ziel, dass wir innerhalb der nächsten drei Monate zum Abschluss kommen, und ich bin zuversichtlich, dass wir das schaffen.“

Wie Bibiha berichtete, gibt es nach wie vor weitere Kaufinteressenten. Das seien aber strategische Investoren, „bei denen es darauf hinausläuft, dass der Standort abgewickelt würde.“ Die Übernahme des Traditionsunternehmens durch Lambrecht würde laut Bibiha hingegen Standort und Arbeitsplätze sichern. „Glücklicherweise sind daran auch die Gläubiger interessiert“, fügte der Insolvenzverwalter hinzu.

Lambrecht bringe den Vorteil mit, „dass er den Laden in- und auswendig kennt“, erläuterte Bibiha. Zudem pflege er beste Verbindungen zu den Kunden. Nicht zuletzt verfüge er über die Gebäude und die Ausstattung, die in einem nicht von der Insolvenz betroffenen Unternehmensteil zusammengefasst sind. Lambrecht würde den operativen Geschäftsbetrieb kaufen, in dem die Mitarbeiter, das Know-how und das Warenlager gebündelt sind. Dessen Insolvenz wäre dann beendet. Derzeit werde mit Lambrecht vor allem noch über den Kaufpreis verhandelt.

Nach den Umstrukturierungen der vergangenen zwei Jahre sei das Unternehmen überlebensfähig, zeigte sich Bibiha zuversichtlich: „Es ist möglich, hier kostendeckend Bier zu produzieren.“ Für das laufende Jahr sei ein Abschluss mit schwarzen Zahlen kalkuliert, „und bis heute liegen wir im Plan“, schilderte er.

Im ersten Quartal dieses Jahres sei zwar ein einstelliges Umsatzminus im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet worden. Damit liege man aber bei Weitem besser als die Bierbranche insgesamt, die 15 Prozent Minus zu beklagen habe. Dass die Privat-Brauerei hier positiv gegen den Trend steuere, zeige, dass die Treue der Kunden in der Region zum Schaumburger Bier weiterhin sehr stark sei.
Mit Blick auf den Ertrag sei das Umsatzminus durch die wegen der letztjährigen Preiserhöhung erzielten Mehreinnahmen kompensiert worden, erläuterte Bibiha. Die Aufschläge auf die Preise seien bei Händlern und Kunden auf Akzeptanz gestoßen. „Die Anpassung war überfällig“, man habe lediglich nachgeholt, was viele andere in der Branche bereits zwei Jahre zuvor durchgeführt hätten. Auch die zu Jahresbeginn vorgenommene Ausgliederung des Fuhrparks werde die Ertragslage günstig beeinflussen. ssr

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