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Stadthagen Stadt Brauerei-Nachnutzung: Einigkeit bei Plänen
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Brauerei-Nachnutzung: Einigkeit bei Plänen
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00:16 09.09.2016
Quelle: Foto: Archiv
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Stadthagen

Beides sind Instrumente, die Rat und Verwaltung größtmögliche Genehmigungsbefugnisse über die Nachnutzung eröffnen.

Wie berichtet, will Eigentümer Friedrich-Wilhelm Lambrecht im ehemaligen Verwaltungsgebäude Büros unterbringen und in den Lager- und Fertigungshallen eine Nutzung für Lagerzwecke, also eine Art Logistikzentrum ermöglichen. Wie in der Debatte deutlich wurde, muss sich dies allerdings „wohnverträglich“ darstellen, das heißt, es darf die umliegende Wohnbebauung nicht negativ beeinträchtigen.

Bürgermeister Oliver Theiß (parteilos) sagte in der Ratssitzung, nach ersten Gesprächen der Stadtverwaltung mit dem Eigentümer sei deutlich geworden, „dass er dort nichts unterbringen will, was unsere städtebaulichen Ziele stören würde – darin besteht große Einigkeit“.

Das sah auch Jan-Philipp Beck (SPD) so: „Die Initiative des Eigentümers passt in den Grundsätzen offenbar zu unseren Vorstellungen.“

Auch Heiko Tadge (CDU) stimmte dem zu: „Das ist stimmig mit den planerischen Konzepten von Rat und Verwaltung.“ Lothar Biege (FDP) merkte allerdings einschränkend an, „eine Spedition darf dort nicht angesiedelt werden“.

Letztgenannte Anmerkung deutet darauf hin, dass Probleme durchaus noch im Detail auftreten könnten. Denn wie Bauamtsleiter Gerd Hegemann im Anschluss an die Sitzung auf Anfrage erläuterte, „kommt es ganz darauf an, welche Art von Logistik da angesiedelt werden soll“. Ob diese „wohnverträglich“ ist, hänge etwa von der Art des Lagerguts ab. Vor allem aber auch davon, so Hegemann weiter, „wie oft dort Anlieferverkehr stattfindet und wann, ob das tagsüber oder auch nachts passiert“.

Der Bauamtschef brachte die Einschränkungen auf die Formel: „Es darf keine das Wohnumfeld störende Logistik sein.“ Das haben im Rat auch die Politiker betont. „Die Nachnutzung muss sich ins Wohnumfeld einordnen“, formulierte etwa Beck.

Durch die Erstellung eines Bebauungsplans und die Veränderungssperre bekämen Rat und Verwaltung „das Heft des Handelns in die Hand“, betonte Tadge. So werde „die Entwicklung nicht dem Zufall überlassen und wir schließen böse Überraschungen aus“, ergänzte Richard Wilmers (WIR).

Die Umsetzung der angestrebten Nachnutzung müsse sich zeitlich dadurch aber nicht verzögern, erläuterte Hegemann. Stimmten künftige Nutzungsanträge mit den städtebaulichen Zielen überein, ließen sich diese auch während der Arbeit am Bebauungsplan und trotz einer Veränderungssperre genehmigen. ssr

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