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Stadthagen Stadt Brunnen stärker hervorheben
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Brunnen stärker hervorheben
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00:31 20.04.2018
Stadthagen

„Eine neue Möblierung und ein Zugang zum Brunnen in einer Ebene sollen den Brunnen als zentralen Treff- und Identitätspunkt in der Altstadt auszeichnen“, erläutert Vorsitzender Jan-Philipp Beck: „Wir stellen uns rings um den Brunnen eine attraktive öffentliche Fläche vor, die die Aufenthaltsqualität steigert. Der Platz um den Marktbrunnen soll das Anziehungs- und Erlebniselement des Marktes darstellen. Möglichen Szenarien, dass der Brunnen zurückgebaut werden könnte, erteilen wir eine deutliche Absage.“

Zudem greift die SPD die Grundidee der Planer auf, im Rahmen des Stadtentwicklungskonzeptes Freiräume zu schaffen, erläutert Bauausschussvorsitzende Ute Hartmann-Höhnke: „Wir stellen uns drei größere Freiflächen auf dem Marktplatz vor.“ Die Räume zwischen Sparkasse und Marktbrunnen sollen demnach auch weiterhin auf zwei Ebenen liegen. Der Platz vor dem historischen Rathaus soll besser für städtische Events ausgerichtet werden. Daher sollen die Sandsteinblöcke entfernt werden, um eine größere und freie Fläche zu schaffen.

Neues Beleuchtungskonzept

Weiter sieht das Papier vor, dass für alle Bereiche der Fußgängerzone ein neues Beleuchtungs- und Möblierungskonzept erstellt wird, „wenn dies in einem vertretbaren finanzielle Rahmen umgesetzt werden kann“. Historische Gebäudegrenzen sollen demnach gestalterisch farblich kenntlich hervorgehoben werden. „Hiermit verfolgen wir die Ziele, historische Bezüge deutlich zu machen und gleichzeitig eine gute Einsehbarkeit des Umfeldes zu erreichen“, erläutert Hartmann-Höhnke: „Eine geordnete Außenraumgestaltung mit neuem Möblierungskonzept und der Verzicht auf Aufsteller oder Pflanzentröge im Gehwegbereich werden zu einer besseren Barrierefreiheit und Nutzbarkeit der Verkehrsflächen beitragen.“

Zudem soll nach den Vorstellungen der SPD durch Austausch des Kopfsteinpflasters in der Obern-, Niedern-, Echtern-, Kloster und Marktstraße die Barrierefreiheit und die Sicherheit verbessert werden. Das vorhandene kleinformatige Steinpflaster (roter Stein) sollte demnach beibehalten werden. Die dortigen punktuell vorhandenen Pflasterschäden müssen laut SPD repariert werden.

Mittelstreifen als "Flanierzone"

Ein Mittelstreifen soll weiterhin als „Flanierzone“ hervorgehoben werden. Hierbei soll ein gut begehbarer Bodenbelag gewählt werden. „Mit dem Austausch des Pflasters und der ,Flanierzone‘ als Mittelstreifen verfolgen wir die Ziele, das historische Stadtbild zu erhalten als auch die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer zu erhöhen“, so Beck.

Grundsätzlich betont der Vorsitzende des Finanzausschusses, Bernd Biederstädt: „Es muss ein angemessener Ausgleich zwischen der Aufwertung der Innenstadt und der angespannten Haushaltslage der Stadt erzielt werden. Angesichts vieler Aufgaben, die die Stadt zu erfüllen hat, ist eine komplette und sehr kostspielige Sanierung nicht angezeigt.

Anbindung von Hagemeyer diskutieren

Die Altstadtsanierung darf nicht dazu führen, dass notwendige Kernaufgaben der Stadt wie der Straßennachausbau vernachlässigt werden.“
Beck fügt hinzu, dass über eine bessere Anbindung der Marktstraße an das Kaufhaus Hagemeyer „zeitnah separat diskutiert werden, damit ein ganzheitlicher Lösungsansatz möglich ist“.

Die Eckpunkte habe die SPD schon den Koalitionspartnern in der Ampel-Mehrheitsgruppe vorgestellt. „Von Grünen und FDP haben wir eine erste positive Einschätzung erhalten“, so Beck. ssr