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Bündnis Nordstadt, ISA, AG Stadtgeschichte: Drei Initiativen – ein Thema

Unterschiedliche Projekte mit gleichem Ziel Bündnis Nordstadt, ISA, AG Stadtgeschichte: Drei Initiativen – ein Thema

Das Bündnis Nordstadt, die Initiative Stadthäger Altstadt (ISA) und die AG Stadtgeschichte – drei Initiativen, ein Ziel: Die Stadt der Weserrenaissance mit ihrem historischen Stadtbild und den zahlreichen Sehenswürdigkeiten zu erhalten. Stellt sich die Frage: welche Initiative möchte was erreichen, wo gibt es Überschneidungen und warum braucht es gleich drei unterschiedliche Projekte?

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Die Erhaltung historisch relevanter Bauwerke steht bei den drei Initiativen der Kreisstadt gleichermaßen im Fokus. 

Quelle: rg

Stadthagen. Während es um ein Projekt still geworden ist, haben sich an anderer Stelle neue Initiativen gegründet.

Die Aufwertung der Nordstadt, der Kampf gegen den Leerstand – das sind Schwerpunkte des Verein Bündnis Nordstadt Vorstandsmitglied Martin Heil zufolge hat sich das Bündnis vorwiegend als „Dienstleister“ verstanden: „Wir wollen die Bevölkerung einbinden.“ Nach dem Rückzug des Vorsitzenden, Stefan Ammon, vor drei Jahren ist die Arbeit des 2008 gegründeten Bündnisses weitestgehend eingeschlafen. „Wenn sich keiner den Hut aufsetzen will, geht es den Bach runter“, bedauert Heil. Um das Bündnis wiederzubeleben, möchte er nun auf Einzelhändler und andere Vereine zugehen und eine Zusammenarbeit erwirken.

Ebenfalls um die Öffentlichkeit geht es der im April 2014 gegründeten ISA. Die Initiative hat es sich nach Worten von Ute Steidel, einer der Initiatorinnen, zur Aufgabe gemacht, das Bewusstsein in der Bevölkerung für den Wert der historischen Altstadt zu wecken. Zu den Gründungsmitgliedern zählen neben Steidel (SPD), die zugleich Vorsitzende des Stadthäger Bauausschusses ist, Ratsmitglieder wie Ursula Schweer (CDU), Maria Börger-Sukstorf (Grüne) sowie Fachleute wie der Kommunalarchäologe Jens Berthold und der Diplom-Ingenieur Manfred Röver.

Im Unterschied zu der im März dieses Jahres ins Leben gerufenen AG Stadtgeschichte steht bei der ISA nicht die wissenschaftliche Arbeit im Vordergrund: Die Initiative wolle aufzeigen, wo historische Bauwerke unbedingt erhalten werden müssten und an welchen Stellen sich hingegen etwas ändern könne, erklärt Steidel. Die unterschiedliche Vorgehensweise ist nach Worten von Steidel der entscheidende Unterschied zwischen den Initiativen.

Die AG Stadtgeschichte soll nach Worten von Bauamtsleiter Gerd Hegemann, der das Projekt organisiert, vor allem der Stadtplanung zuarbeiten. Die Schwerpunkte lägen zum einen in der Beschäftigung mit der historischen Bausubstanz. Zum anderen in der Frage, wie bei zukünftigen Projekten historische Elemente erhalten werden könnten. „Die AG Stadtgeschichte soll keine stadtentwicklungspolitischen Ziele verfolgen, sondern historische Grundlagenarbeit leisten“, erklärt Hegemann. Daher sei es sinnvoll, dass „eine unabhängige Gruppe die Thematik bearbeitet“.

Obwohl jede Initiative andere Schwerpunkte und unterschiedliche Vorgehensweisen hat, so gibt es offenkundig auch viele Überschneidungen. Sowohl was die Mitglieder als auch die Zielsetzung angeht, gibt es Schnittstellen. Bei allen Projekten stehen die Erhaltung geschichtsträchtiger Bauwerke und Sehenswürdigkeiten der Kreisstadt im Fokus. Es bleibt offen, warum nicht zusammengearbeitet wird. tbh

Kein weiterer Arbeitskreis

Die „Einrichtung einer Arbeitsgemeinschaft zur Innenstadtentwicklung“ hat der Stadthäger Wirtschaftsförderer Lars Masurek jüngst den Mitgliedern des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Stadtmarketing vorgeschlagen. Als Freund des Vorschlags gab sich das beratende Mitglied Günter Raabe, Vorsitzender des Stadtmarketingvereins Stadthagen (SMS), zu erkennen. Beim Rest überwog die Skepsis.

Als „nicht zielführend“ erachtete zum Beispiel Jens Klugmann (CDU) die Idee. „Wir haben schon so viele Arbeitsgemeinschaften“, sagte er. Im Prinzip fassen diese Aussagen die Vorbehalte der Politiker zusammen. Günter Raabe dagegen argumentierte, der SMS könne den Verwaltungsaufwand hinter Aktionen wie „Stadthagen blüht auf“ nur schwer leisten.
Die schriftliche Vorlage der Verwaltung hatte eine „systematische Zusammenarbeit der öffentlichen und privaten Akteure“ gefordert und das unter anderem mit knappen personellen und finanziellen Ressourcen begründet.  jcp

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