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Bürger in der Mülltonne

„Stadthäger Pool Challenge“ Bürger in der Mülltonne

Die wohl ungewöhnlichste Pool-Party Schaumburgs haben die Akteure der „Stadthäger Pool Challenge“ am Sonnabend auf dem Stadthäger Marktplatz auf die Beine gestellt. „Stadthagen geht baden“ war das Motto der Challenge für ein neues Freibad in der Kreisstadt.

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Um Geld für ein Freibad zu sammeln, sind am Sonnabend viele Stadthäger pbaden gegangen - in Mülltonnen. bab

Stadthagen. Etliche Mutige stiegen bei spätsommerlichen Temperaturen in mit Wasser gefüllte Abfalltonnen, um ihrem Wunsch nach dem Bau eines Bades Ausdruck zu verleihen.

Ob die Zahl der Badenden für den angestrebten Weltrekord gereicht hat, bleibt abzuwarten, aber auf dem Weg zu ihrem Ziel sind die Freibad-Befürworter ein Stück weiter gekommen. Nicht nur Bürgermeister Oliver Theiß hat sich an die Seite der Initiative gestellt und ist in Badehose und Abfalltonne gestiegen, viele haben auch vor Ort für ein neues Freibad gespendet, denn die „Stadthäger Pool Challenge“ fordert kein Geld von der Stadt, sondern will jetzt selber sammeln.

„Die Kassen der Stadt sind leer, und ein Schwimmbad wird niemals Geld abwerfen“, stellte Kerstin Thieler, Initiatorin und Organisatorin der Challenge, fest. Deshalb will die Informatikerin und Web-Designerin jetzt das Internet für die Finanzierung arbeiten lassen. „Wir wollen Geld von Google“, sagte sie zu den Hunderten Schaulustigen und Unterstützern, die auf den Marktplatz gekommen waren.

Und sie weiß auch, wie das gehen soll: Die „Stadthäger Pool Challenge“ wird von der Aktion auf dem Marktplatz ein Video und einen eigens komponierten Rap produzieren und ins Internet stellen. Je höher die Klick-Zahl, desto wahrscheinlicher sei es, dass Firmen dort Werbung platzieren. „Und dann kriegt Youtube für jeden Klick Geld“, sagte Thieler. Von diesem gehe ein Teil auch an die Challenge, die das Video einstelle. „Es funktioniert“, ist sie sicher, wenn die Aktion auf den sozialen Netzwerken nur fleißig mit anderen geteilt werde.

Auch auf weitere Spenden hofft die Initiative, die laut Thieler zudem mit dem Gedanken spielt, eine Genossenschaft zu gründen, um ein Freibad in Stadthagen zu realisieren. Die „Stadthäger Pool Challenge“ wolle keine politischen Standpunkte einnehmen, sagte die Reinsenerin am Rande der Veranstaltung. Die Aktion, zu der ihr im vergangenen Jahr die Idee kam, sei als Interessenvertretung „Bürger für Bürger, Menschen für Menschen“ gedacht. 15 aktive Mitstreiter gehören bisher zum harten Kern.

Theiß, der „kurz geschluckt“ habe, als er von der Aktion erfuhr, war sich schnell sicher: „Das ist etwas Cooles für Stadthagen.“ Und es wird weitergehen. „Wir machen solange weiter, bis es ein Schwimmbad gibt“, versprach Petra Gümmer von der „Stadthäger Pool Challenge“.   bab

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