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Bürgermeister zum Handeln aufgefordert

Stadthagen / Hochwasser Bürgermeister zum Handeln aufgefordert

Der Brief an Stadthagens Bürgermeister Bernd Hellmann trägt im Kopf ein einziges, aber prägnantes Stichwort: „Hochwasser“.

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Mit Blick auf die Folgen der Hochwässer im Bereich der Enzer Straße melden sich nun die Anlieger der Schweriner Straße zu Wort gemeldet. © rg

Stadthagen (jpw). Im Ton freundlich, aber in der Sache deutlich hat Siegfried Karge aus der Schweriner Straße das Anliegen von mehren Dutzend Bürgern aus der Schweriner Straße formuliert: „Die doch recht gemäßigte Ausdrucksweise in diesem Brief ist wohl unserer unterschwelligen Sympathie für Sie geschuldet“ schreibt Karge zum Schluss.

Zuvor verwies der Autor auf den 27. August 2009, als die Anwohner nachts „von einem für uns nicht vorhersehbaren Hochwasser überrascht“ wurden. Bis zu 50 Zentimeter hoch hatte das Wasser damals auf der Enzer Straße gestanden – insgesamt für die Stadthäger Feuerwehr im Stadtgebiet 154 Einsätze, unterstützt von Einsatzkräften aus dem Umland und THW-Ortsverbänden.

Dies sei das „dritte Hochwasser innerhalb der vergangenen drei Jahre gewesen“, schreibt Karge, der den Grund für die Überschwemmungen in der Verrohrung des Krummens Baches auf Höhe der Firma Hohlmeier sieht. „Der Durchlass ist viel zu eng.“ Ein Übriges tue die rechtwinklige Führung des Baches gegenüber der Feuerwehr.

Für die Häuser Gubener Straße 2a und 2b, die unter dem jüngsten Hochwasser noch mehr gelitten hätten, sei ein Damm gebaut worden, der sie gegen Wasser vom Feuerwehrgelände her schütze. „Das bedeutet aber für uns, dass der einzige Ausweg für das Wasser nunmehr der über die Schweriner Straße ist.“

Es sei den Anwohnern bekannt, schreibt Karge weiter, dass es Pläne der Stadt gebe, den Bach nach Süden zu verlegen, dafür aber kein Geld vorhanden sei. „Wir wissen aber auch, dass es wirksame und wesentlich preiswertere Maßnahmen gibt.“
Karge fordert eine schnellstmögliche Entfernung der Verrohrung an der Enzer Straße 121 bis zur Querung des Bachlaufes und dazu eine Absenkung der Enzer Straße auf einer Länge von 20 bis 30 Metern, damit eine Hochwassermulde entsteht; dazu müsste auch eine Abflussmulde vor dem E-Werk in Richtung Bahn ausgebildet werden.

Hochwässer ließen sich nicht verhindern, folgerte Karge, aber sie könnten „für die Anlieger erträglich gestaltet“ werden. Er schließt mit der Hoffnung, dass die Stadt sich in absehbarer Zeit „der Probleme annimmt“ und „für eine Lösung sorgt“.

Bereits in einer Sitzung des Bauausschusses im Dezember des vergangenen Jahres hatte Bauamtsleiter Gerd Hegemann in Bezug auf die von der Stadt ins Auge gefasste Verlegung des Krummen Baches mit projektierten 300.000 Euro Kosten deutlich gemacht, dass solche Hochwasserschutzprojekte am Erwerb der notwendigen Landflächen gescheitert seien und eine „mangelnde Mitwirkungsbereitschaft der betroffenen Bürger“ beklagt. Politiker aller Parteien hatten an die Betreffenden appelliert, ihr Gelände zur Verfügung zu stellen und „durch Offenheit den Grundbesitzerwerb der Stadt zu unterstützen“.

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