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Bundespolizist zieht Einspruch zurück

Stadthagen Bundespolizist zieht Einspruch zurück

Einen Tag vor der mündlichen Verhandlung im Amtsgericht Stadthagen hat ein Bundespolizist die Reißleine gezogen: Der Mann nahm seinen Einspruch gegen den Strafbefehl zurück. Dem 40-Jährigen wurde vorgeworfen, er habe einer 14-Jährigen pornografische Bilder von sich selbst geschickt.

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Der Mann hatte das Mädchen offenbar in einem Zug kennengelernt. Später hatte er der 14-Jährigen dann die Bilder geschickt. Gegen den Bundespolizisten wird auch wegen des Verdachts auf Besitz von kinderpornografischem Material sowie der Misshandlung von Flüchtlingen ermittelt.

Mit diesem Schritt wird der Strafbefehl gegen den Beamten rechtskräftig. Der Schaumburger ist zu 40 Tagessätzen zu je 60 Euro und damit zu einer Strafe von insgesamt 2400 Euro verurteilt. Die Anzahl der Tagessätze richtet sich nach der Schwere der Schuld, während sich die Gesamtsumme am Einkommen des Bundespolizisten orientiert.

Wie Amtsgerichtsdirektorin Regina Benz sagte, ist der 40-Jährige damit vorbestraft. Ob dies jedoch im polizeilichen Führungszeugnis auftaucht, hängt davon ab, ob es die Erstverurteilung ist. Sollte dies nicht der Fall sein, wird die Strafe im Führungszeugnis aufgeführt. Nähere Angaben dazu konnte die Gerichtsdirektorin allerdings nicht machen.

Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hannover betonte, dass ihre Ermittlungen wegen des Verdachts auf Kinderpornografie und der Misshandlungen von Flüchtlingen gegen den Schaumburger noch andauern. Derzeit werden Datenträger ausgewertet. Die Sprecherin geht davon aus, dass die Ermittlungen „in absehbarer Zeit abgeschlossen sein werden“.

Der Mann soll in mindestens zwei Fällen in seiner Dienststelle am Hauptbahnhof in Hannover Flüchtlinge misshandelt haben (wir berichteten). Von den Taten soll er nach Darstellung der Staatsanwaltschaft Bilder gemacht und damit vor Kollegen geprahlt haben. Diese hatten schließlich Anzeige erstattet. Die Vorwürfe hatten bundesweit für Aufsehen gesorgt.

Bei einer Hausdurchsuchung sollen die Ermittler zudem kinderpornografisches Material gefunden haben. Weitere Details wollte die Staatsanwaltschaft Hannover nicht bekannt geben. bes

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