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Busch als Zugpferd

Kritik an Idee des Wirtschaftsförderers Busch als Zugpferd

Die von Wirtschaftsförderer Lars Masurek angeregte Ausrichtung von Wilhelm-Busch-Tagen stößt bei den Einzelhändlern in der Kreisstadt auf gemischte Reaktionen.

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Die Tage der Weserrenaissance könnten für die Busch-Tage geopftert werden.

Quelle: rg

Stadthagen . Einige von ihnen stehen den Ideen aufgeschlossen gegenüber – vielleicht nicht zuletzt, weil es Überlegungen für den Antrag auf Genehmigung eines gesetzlich eigentlich ausgeschlossenen fünften verkaufsoffenen Sonntages gibt. Der Verein Renaissance Stadthagen sieht Licht und Schatten. Klar gegen die Pläne positioniert sich Ex-Stadtmarketing-Chef Holger Schulz.

Masurek hatte in der Sitzung des Wirtschaftsausschusses vorgeschlagen, zugunsten besagter Wilhelm-Busch-Tage bei anderen Veranstaltungen wie den Tagen der Weserrenaissance den Rotstift anzusetzen. Unter anderem mit dadurch frei werdendem Geld könnten die Busch-Tage finanziert werden, so der Wirtschaftsförderer (wir berichteten).

Der Vorstand des Renaissancevereins will sich nach Angaben seines Vorsitzenden Harald Weidenmüller in der nächsten Sitzung mit dem Thema beschäftigen. Da der Verein nicht Veranstalter der Tage der Weserrenaissance sei, sondern die Stadt, könne man sich dem Wunsch nicht verschließen, das Format zu reduzieren. „Man kann darüber betrübt sein, dass sie alternierend stattfinden sollen“, so Weidenmüller. Masurek hatte vorgeschlagen, Busch- und Weserrenaissancetage im jährlichen Wechsel stattfinden zu lassen. Vielleicht, sagte Weidenmüller sowohl aus geschäftlicher als auch privater Sicht, trage dies aber auch zu einer Attraktivitätssteigerung der Aktion bei.

Klar gegen Masureks Pläne stellt sich Holger Schulz, Geschäftsführer von Feinkost Tietz und Ex-Vorsitzender des Stadtmarketingvereins Stadthagen (SMS). „Es hat Jahre gedauert, die Tage der Weserrenaissance zu etablieren“, argumentiert Schulz. Und diese mühsame Phase des Bekanntmachens, so der Einzelhändler, beginne mit einer neuen Veranstaltung eben auch wieder von Neuem, mit Aufwand – und vor allem mit Kosten. Die Lösung mit den Tagen im Wechsel hält Schulz für „Hälfte dies, Hälfte das – und nichts so richtig“. Wilhelm Busch gehöre „nun mal in die Samtgemeinde Niedernwöhren“.

Anders sieht das Andreas Breuer. „Ich denke, Wilhelm Busch ist bekannter als die Weserrenaissance und daher auch zugkräftiger“, sagt der Inhaber von Breuer und Schweer. Zudem sei es wichtig, nach einem gewissen Zeitraum jedes Format auf den Prüfstand zu stellen. Breuer: „Manchmal ist es auch besser, sich auf weniger Aktionen zu konzentrieren.“

Auch Jochen Kreft, Geschäftsführer von Intersport Kreft, sieht in Wilhelm Busch ein Alleinstellungsmerkmal für die Region. „Die Tage der Weserrenaissance haben sich zudem nicht als Frequenzbringer bemerkbar gemacht“, argumentiert er. Verkaufsoffene Sonntage haben für Kreft indessen eine große Bedeutung. Sei eine solche Voraussetzung gegeben, stehe er der Idee aufgeschlossen gegenüber.

Diese Hoffnung allerdings trübt der amtierende SMS-Vorsitzende Günter Raabe. Einen verkaufsoffenen Sonntag wird es seiner Einschätzung zu den Wilhelm-Busch-Tagen im kommenden Jahr nicht geben. „Wir sind in Stadthagen gesetzlich auf vier solcher Aktionen beschränkt. Das sind bisher die beiden Krammärkte, die Autoschau und das Maifest.“ Diesen Rhythmus kenne das Publikum. Außerdem liege der angedachte Termin sehr nahe an der Autoschau. Diese kurze Abfolge der Kaufmannschaft zu vermitteln sei nicht einfach, betont der SMS-Chef.

Zudem sehe er kaum Chancen, die Zahl der verkaufsoffenen Sonntage auf fünf zu erhöhen. „Das Gesetz sieht nur Ausnahmen in besonderen Fällen vor.“ Allerdings gebe es Überlegungen, einen entsprechenden Antrag für einen fünften verkaufsoffenen Sonntag zu stellen. „Die Erfolgsaussichten schätze ich jedoch sehr gering ein.“ Insgesamt hatte sich Raabe bereits im Ausschuss als den Wilhelm-Busch-Tagen gegenüber aufgeschlossen gezeigt. bes, jcp

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