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CDU-Antrag seit 18 Monaten ohne Reaktion

Altersstruktur der Wohnviertel CDU-Antrag seit 18 Monaten ohne Reaktion

Über die Altersstruktur in einzelnen Wohnvierteln der Kreisstadt möchte die CDU-Ratsfraktion seit Langem Bescheid wissen. Im März 2015 hat sie deshalb den Antrag gestellt, entsprechende Daten zu erheben. Doch die Verwatung hat bisher nichts vorgelegt.

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Stadthagen.  Der zuständige Fachausschuss beauftragte die Verwaltung im Juli vergangenen Jahres, dies für drei ausgewählte Stadtviertel vorzunehmen. Dass auch eineinhalb Jahre nach Antragstellung noch kein Ergebnis vorliegt, kritisierte Fraktionschef Heiko Tadge jüngst bei einer Parteiversammlung.

Wie Tadge auf Nachfrage ergänzte, gebe es eine Computer-Software, die im Rahmen des städtebaulichen Modellprojekts „Umbau statt Zuwachs“ entwickelt worden ist, dem Stadthagen angehört. Bei einem dadurch ermöglichten Abgleich von Daten aus dem Einwohnermeldeamt und dem Gebäudekataster lasse sich eine bis aufs einzelne Haus heruntergebrochene Altersstruktur analysieren. Einen großen finanziellen und personellen Aufwand erfordere das nicht.

Mit ihrem Vorstoß zielt die CDU darauf ab, genaue Erkenntnisse über den demografischen Wandel zu gewinnen. „Zum Beispiel wüssten wir dann, in welchen Straßen sich die Alterszusammensetzung wie entwickelt und wo in näherer Zukunft Wohnraum-Leerstände zu erwarten sind“, erläutert Tadge.
 

Diese Erkenntnisse wären nach Vorstellung der CDU eine wichtige Grundlage für die Stadtplanung. Das gelte etwa für eine vorausschauende Anpassung der Infrastruktur und der Ansiedlungspolitik. „Dadurch könnten wir mit Blick auf den demografischen Wandel wieder stärker das Heft des Handelns in die Hand bekommen“, so Tadge, „im Moment reagieren wir nur.“
 

Wie die städtische Pressesprecherin Bettina Burger auf Anfrage mitteilte, habe sich „in der Praxis gezeigt“, dass die genannte Software „die gewünschten Daten nicht so liefern kann, dass sie verwertbare Aussagen zulassen“. Keine der beteiligten Kommunen arbeite ohne Probleme damit. Im Projekt „Umbau statt Zuwachs“ sei deswegen eine Arbeitsgruppe eingesetzt worden, die aber noch zu keinem Ergebnis gekommen sei.
 

Solange dieses nicht der Fall sei, so Burger weiter, könnten die Untersuchungen nur von einem externen Fachbüro erledigt werden. Das würde Kosten im unteren fünfstelligen Bereich verursachen. Das städtische Bauamt beabsichtige, mit Bordmitteln „für die Gesamtstadt eine stadtentwicklungspolitisch verwendbare Datengrundlage mit den wesentlichen Strukturdaten zu schaffen“. Davon würden alle Fachbereiche der Verwaltung „im Hinblick auf Planungs- und Investitionsentscheidungen profitieren“.

Allerdings: „Gegenwärtig ist das Bauamt mit aktuellen Projekten, die Vorrang genießen“, voll ausgelastet.“ Wann die gewünschte Datengrundlage erhoben werden kann, ließ Buger offen.  ssr

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