Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
CDU: Georgschacht darf nichts kosten

Stadt soll Projekt über Drittmittel finanzieren CDU: Georgschacht darf nichts kosten

Die Verwaltung soll einen Standortdialog mit den am Georgschacht in Stadthagen ansässigen Unternehmen ankurbeln. Das hat der Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Stadtmarketing in seiner jüngsten Sitzung empfohlen. Das Geld für die Aufwertung des Areals soll aus Fördertöpfen kommen.

Voriger Artikel
Prozessauftakt nach Unfalltod von Schülerin
Nächster Artikel
Weißer Lack bleibt zurück

Die Einsturzgefahr muss gebannt werden, damit die Kohlenkirche am Georgschacht wieder gefahrlos betreten kann.

Quelle: Archiv/tro

Stadthagen. In dem Dialogprozess soll es vor allem um den geplanten Solarpark auf der Georgschacht-Halde, aber auch um anderweitige Aufwertungen des Areals gehen. Darüber hinaus hat der Ausschuss empfohlen, die Stadtverwaltung zu beauftragen, ein selbsttragendes Projekt „Photovoltaik auf der Halde“ und die Erstellung eines energetischen Quartierskonzeptes zu begleiten. Nicht zuletzt soll sie nach finanziellen Fördertöpfen für die Aufwertung des Georgschacht-Areals suchen.

Ein Solarpark auf der Halde würde für die dort ansässigen Betriebe vorteilhaft sein, argumentierte Jan-Philipp Beck (SPD): „Daher handelt es sich klar um ein Projekt der Wirtschaftsförderung.“ Auf diesem Vorhaben müsse „eine gewisse Priorität liegen“, stimmte Andreas Ahnefeld (CDU) zu.

Es habe in der jüngeren Vergangenheit schon einige Gespräche mit vor Ort ansässigen Gewerbebetrieben, Grundstückseigentümern und potenziellen Investoren zum Thema Solarpark gegeben, berichtete der städtische Wirtschaftsförderer Lars Masurek. Dabei sei deutlich geworden, dass diese an dem ins Auge gefassten Vorhaben Interesse haben. Ein Dienstleister im Bereich der Energieversorgung habe Bereitschaft signalisiert, an einem möglichen Konzept mitzuwirken, ergänzte Masurek. Aus Sicht der Wirtschaftsförderung handele es sich um ein aussichtsreiches Projekt, das Investitionen vor allem hier vor Ort auslösen würde und damit eine regionale Wertschöpfung darstelle.

In der Debatte ging es auch um jenen Teil des Antrags der Ampel-Koalition mit der etwas umständlichen Beschreibung „ein Konzept für den Georgschacht als außerschulischen Lern- und universitären wie auch betrieblichen Feldforschungsstandort für Industriegeschichte und Energiegewinnung zu entwerfen und das Areal Am Georgschacht mit seiner historischen Bedeutung für die Stadt in die Planungen für das Stadtjubiläum 2022 aufzunehmen“.

Zu Fuß auf der „Industrie-Route“

Als einen konkreten Ansatz nannte Beck die mögliche Gestaltung des Obergeschosses des früheren Umspannwerkes zu einem Bürgermuseum. Das dürfe aber nicht durch Mittel der Stadt finanziert werden, warf Ahnefeld ein. Gedacht sei an ein hohes Maß an bürgerlicher Beteiligung und nicht an teure wissenschaftliche Expertise, entgegnete Beck.

Reizvoll wäre seiner Ansicht nach auch die Schaffung eines historischen Info-Fußweges „Industrie-Route“, in die das ganze Stadtgebiet einbezogen werden könne. Dabei gelte es, Sponsoren für die Info-Tafeln zu finden. Masurek ergänzte, zukunftsträchtig könnte eine gemischte Nutzung der Halde durch Solarpark und Naherholung sein. Dazu könne ein Lehr- und Wanderpfad unter dem Motto „Von der schwarzen zur grünen Energie“ gehören.

Was die Kohlenkirche am Georgschacht angehe, so sei eine Vollsanierung dieses großen historischen Gebäudes aus finanziellen Gründen wohl schwierig. Denkbar sei hier höchstens eine Vorgehensweise Schritt für Schritt, als erstes die Beseitigung der Einsturzgefährdung, um einen Zugang für Besucher zu ermöglichen. Dafür müssten aber Fördermittel aufgetan werden, ohne die es nicht gehe.
Ahnefeld bekräftigte an dieser Stelle, alle denkbaren Maßnahmen zur Aufwertung des Georgschacht-Areals müssten sich wirtschaftlich rentieren. Die Stadt dürfe dort kein Geld reinstecken. Vielmehr müssten Drittmittel eingeworben werden. ssr

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben
Mehr zum Artikel
Stadthagen

Der Planungs- und Bauausschuss des Rates wird sich auf Antrag der SPD/Grüne/FDP-Gruppe ein weiteres Mal mit dem Georgschacht befassen.

mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr