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Car Sharing ab Mitte November

Auto wechsel dich Car Sharing ab Mitte November

Ende Juni hat es erste Gespräche zwischen dem Unternehmen „app2drive“ und Stadthagens Bürgermeister Oliver Theiß gegeben. Nun sind die Verträge unterschrieben. In der ersten Novemberhälfte möchte die Firma aus Aschaffenburg drei Stationen in der Stadt mit Fahrzeugen ausstatten. Dann können sich Bürger, die sich vorab für das System registriert haben, Wagen „ausleihen“.

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STADTHAGEN. . Drei Standorte soll es geben: Am Rathaus sollen zwei Wagen platziert werden, am Bahnhof sowie in Wendthagen jeweils einer. „Damit wollen wir anfangen“, sagt Network-Manager Peter Mentzel. Bei steigender Nachfrage könne die Firma schnell weitere Wagen zur Verfügung stellen. Das System sei sehr flexibel. „Ich brauche ja nur ein paar Menschen, die ihren Zweitwagen abschaffen“, ist der Manager von dem Konzept überzeugt. Die Entwicklung des erst vor zwei Jahren gegründeten Unternehmens scheint ihm recht zu geben. Aktuell hat die Firma 140 Standorte in 70 Städten – bisher vor allem in größeren Städten. Dies soll sich nun ändern. „Weil die kleineren Ortschaften von unseren Wettbewerbern vernachlässigt werden, haben wir uns diesem Bereich jetzt zugewandt“, erklärt Mentzel. So soll es in Kürze auch in Rinteln und Auetal mit dem Car-Sharing losgehen.
Aus Rinteln kam überhaupt erst der Anstoß, wie Mentzel erläutert. Weil sich aber nur die eine Gemeinde für die Firma nicht gelohnt hätte, wurde eine Vortragsveranstaltung initiiert, bei der sich rund ein Dutzend Hauptverwaltungsbeamte von Hameln bis Minden-Lübbecke das Konzept vorstellen ließen. Besonders interessant ist es für die Städte und Gemeinden, weil es für die kostenlos ist. „Die Städte stellen uns nur die Parkplätze zur Verfügung“, so Mentzel.
Bürgermeister Theiß sei sofort angetan gewesen von dem Konzept. Gemeinsam habe man die Standorte ausgewählt. Testweise wolle man mit einem Ortsteil anfangen, um abzuwarten, wie die Bürger reagieren. „Ich kann mir auch sieben oder acht Standorte vorstellen. Aber zu Anfang wollen wir uns nicht vergaloppieren.“ Ihm sei ein solides Wachstum wichtiger. Bereits bei acht Nutzern pro Fahrzeug würde es sich für die Firma rechnen. Mentzel glaubt an einen sukzessiven Ausbau, es gebe bereits Gespräche mit weiteren Kommunen wie etwa Nienstädt.
Gerade im ländlichen Bereich seien Familien, die einen Zweitwagen benötigen, weit verbreitet – genau die Zielgruppe, die „app2drive“ im Auge hat. Denn mit der Sharing-Methode lasse sich einfach viel Geld sparen, da es keine laufenden Kosten wie durch eine Kfz-Versicherung gebe. Die Kunden können aus verschiedenen Tarifen wählen, wer etwa nur sporadisch einen Wagen braucht, ist mit dem „Basic“-Paket ohne Vertragslaufzeit oder monatliche Grundgebühr wohl am besten aufgehoben. Und auch, wer besonders umweltschonend unterwegs sein möchte, kann dies tun. Am Stadthäger Bahnhof soll ein Elektroauto stehen.
Und auch die heimische Wirtschaft soll von dem neuen Angebot profitieren. Tankstellen, an denen die Kunden mit der Karte kostenlos volltanken dürfen, und Werkstätten, die als regionales Service-Team die Fahrzeuge warten und reinigen, sollen für eine Zusammenarbeit gewonnen werden.
Nach Aussage Mentzel meldeten sich fast 90 Prozent der Kunden online an, „aber wer das nicht will oder spontan ein Auto leihen möchte, kann auch ins Bürgerbüro gehen“. Diese Möglichkeit ist Bestandteil des Kooperationsvertrags, den „app2drive“ mit der Stadt geschlossen hat.

Car-Sharing: So funktioniert’s

Grundsätzlich ist das Modell für jeden nutzbar, der einen Führerschein besitzt. Dieser ist für die Anmeldung – egal ob online oder bei einem der Kooperationspartner – zwingend erforderlich. Abgerechnet wird nach Stunden und gefahrenen Kilometern. Die verschiedenen Tarife gehen von „Basis“ bis „VIP“. Bis auf den Basis-Tarif haben alle anderen Verträge eine Mindestlaufzeit von zwölf Monaten. Nach der Anmeldung erhalten Kunden eine Kundenkarte, mit dem der online reservierte Wagen aufgeschlossen werden kann. Gebucht werden kann für sofort, in ein paar Stunden oder auch Tage im Voraus. Abgestellt werden dürfen die Fahrzeuge am nächst gelegenen „app2drive“-Standort. Über das Smartphone erfolgt die Abmeldung. Dafür muss die Unternehmens-App heruntergeladen werden.

In Zahlen

Laut einer aktuellen Umfrage des Bundesverbands CarSharing (bcs) hatten die rund 150 Carsharing-Anbieter in Deutschland Anfang des Jahres rund 1 260 000 registrierte Kunden. Die Zahl der Städte und Gemeinden, in denen Car-Sharing verfügbar war, kletterte auf 537 Orte – ein Zuwachs von 47.

Weitere Informationen unter www.app2drive.com

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