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Charlotte Knobloch beeindruckt Schüler

Stadthagen / Israelitische Kultusgemeinde Charlotte Knobloch beeindruckt Schüler

Eine Gruppe von Schülern des Ratsgymnasiums (RGS) hat das neue Zentrum der Israelitischen Kultusgemeinde in München besucht und mit deren Präsidentin Charlotte Knobloch gesprochen.

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Die Ratsgymnasiasten auf dem Dach der Israelitischen Kultusgemeinde in München mit deren Präsidentin Charlotte Knobloch (Mitte).

Quelle: pr.

Stadthagen. Luise Hecht, Jennifer Riehl, Lukas Adam und Haye Stein waren der ehemaligen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland bei deren Besuch am RGS als besonders interessierte Fragesteller aufgefallen und von ihr nach München eingeladen worden.

 Der im Jahre 2006 eingeweihte Komplex mitten im historischen Stadtzentrum stellt nach Meinung der Stadthäger Besucher „ein mehr als gelungenens architektonisches Glanzstück dar, welches überzeugend seine verschiedenen Funktionen wahrnimmt“, wie es in einer Pressenotiz des RGS heisst.

 Die Grundschule der Kultusgemeinde zum Beispiel werde nicht ausschließlich von jüdischen, sondern auch Schülern anderer Konfessionen besucht, „die ein quirliges Gemisch bilden“. Die neue Synagoge beeindrucke durch ihre gelungene Synthese aus moderner Architektur und dennoch erkennbarer Bewahrung von Tradition, die an die harte Zeit der Verfolgung und Vernichtung schlicht, aber effektiv symbolisch erinnere. Im Gespräch mit einer Mitarbeiterin sei deutlich geworden, wie sehr das Gemeindezentrum seine Entstehung und Verwirklichung ganz entscheidend der Willenskraft von Charlotte Knobloch verdanke, deren Lebenswerk es mehr oder weniger sei.

 Die Präsidentin ging der Pressemitteilung zufolge in ihrem Dienstzimmer ausführlich ein auf ihre Motive und die Hintergründe des Zentrums „und schmückte ihre Ausführungen mit sehr persönlichen Worten, die den Anwesenden einbdringlich klarmachten, dass dieser Ort mehr als ein gewönhliches Gebäude ist, sondern daß ihm eine tiefe historische-politische Bedeutung beiwohnt, die tief verwurzelt ist in der deutschen Geschichte und Gegenwart“. Die Stadthäger Schüler zeigten sich beeindruckt von der Energie und Willensstärke, aber auch emotionalen Seite der gut 80jährigen Gastgeberin, „die sich spontan gab und einige sehr persönlich-bewegende Beobachtungen und Anmerkungen in ihre Ausführungen einfließen ließ“.

 Zuvor hatte die Schülergruppe mit ihren Lehrern Friedrich Lenz und Andrea Henning die KZ-Gedenkstätte Dachau besucht. In München selbst suchte die Gruppe den Ort an der Universität auf, wo die Geschwister Scholl während einer Flugblattaktion ertappt und angezeigt wurden.  r,ssr

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