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Chronik ist eine lebensnahe Kulturgeschichte

Stadthagen / Familientreffen Chronik ist eine lebensnahe Kulturgeschichte

Der kleine Leon (1) hat im Kinderstuhl zwischen all den Erwachsenen gesessen und mit Behagen Spätzle in den Mund geschoben. Die Sonne erhellte durch die Scheiben des Ratskellersaales die beschauliche Szene. Irgendwann wird Leon wissen, dass er am Ort seiner Vorfahren aus dem 14. Jahrhundert zu Mittag gegessen hat - um ihn herum reichlich aktuelle Verwandtschaft.

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Wilhelm Meier-Peithmann (links) beglückwünscht Friedrich-Ernst Peitmann.

Quelle: sk

Stadthagen (sk). Der Junge, mit seinen Eltern aus Neu-Ulm angereist, ist eines der jüngsten Mitglieder der weitverzweigten Familie Peitmann oder – in variierender Schreibweise – Peithmann, in Amerika: Peithman.

Hermann Peitmann aus Südhemmern im Kreis Minden-Lübbecke, Vorsitzender des 1980 gegründeten Peit(h)mann Familienverbandes e.V., begrüßte im Saal 160 Familien- und Verbandsmitglieder zum diesjährigen Familientag.

In Stadthagen liegen die Wurzeln der Peit(h)manns. In der Webergilde wurde 1394 Elseke Poyteman erwähnt, auf die 22 Ahnentafeln der Familie zurückführen. In Stadthagen ist am Sonnabend nach jahrzehntelanger Vorarbeit und dreijähriger intensiver redaktioneller Arbeit die Familienchronik vorgestellt worden, ein wahres Opus, das nicht nur die Abfolge von Generationen quer durch die Jahrhunderte und Einzelschicksale beleuchtet, sondern diese, laut Autor Wilhelm Meier-Peithmann, „in lebensnahe kulturgeschichtliche Zusammenhänge stellt.“ „Kulturgeschichte einer deutschen Familie“ heißt das 825 Seiten umfassende Werk. „Ein Baustein unserer Landesgeschichte“, lobte Stefan Brüdermann, Leiter des Niedersächsischen Staatsarchives in Bückeburg, die Chronik. Zu deren Ausgestaltung habe unter anderem das Stadthäger Stadtarchiv entscheidend beigetragen. „Für uns eine sprudelnde Quelle“, betonte Hermann Peitmann in Richtung Archivleiter Adolf Tatje.

Nicht nur das Buch (Preis: 20 Euro), das über die Buchhandlungen Schmidt und „Der Buchladen“ in Stadthagen der Öffentlichkeit zugänglich ist, erfuhr Würdigung. Zum Peit(h)mann-Treffen waren unter anderem Bürgermeister Bernd Hellmann und die stellvertretende Landrätin Helma Hartmann-Grolm gekommen sowie Landesbischof Karl-Hinrich Manzke. Dessen Anwesenheit war nicht nur seinem hohen Amt sondern seinem Berufsstand allgemein geschuldet. 25 Pastoren und 25 Lehrer hat die Familie Peit(h)mann in den vergangenen Jahrhunderten hervorgebracht. „Pastor“ ist das häufigste Nomen in der Familienchronik. Und weil er das erraten hat, erhielt Friedrich-Ernst Peitmann aus Südhemmern ein Gratisexemplar des Werkes.

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