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Cityring soll kommen

Parkleitsystem für Stadthagen Cityring soll kommen

Der Cityring kommt bald: Die von Bürgermeister Oliver Theiß (parteilos) vorgeschlagene und vom Rat beschlossene Ausschilderung soll im Frühjahr eingerichtet werden.

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So sollen die „Cityring“-Schilder an den Ortseingängen aussehen – hier aus Richtung Oberntorstraße.

Quelle: pr.

Stadthagen. Wie der Verwaltungschef auf Anfrage mitteilte, müssen die Schilder noch von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr genehmigt werden. „Da dürfte aber nichts mehr schiefgehen“, zeigte sich Theiß zuversichtlich.

Wie berichtet, sollen folgende um die Altstadt führende Straßen als Cityring ausgeschildert werden: Ostring, Vornhäger Straße, Lauenhäger Straße, Teichstraße, Bahnhofstraße, Am Stadtpark und Habichhorster Straße.

Nach Darstellung von Theiß musste die Verwaltung die Beschilderung mit der hiesigen Verkehrssicherheitskommission abstimmen. In dieser sind das Straßenverkehrsamt des Landkreises, die Polizei, die Straßenmeisterei und die Landesbehörde für Verkehr vertreten. Für die Gespräche habe man einige Monate gebraucht.

Die Kommission habe darauf bestanden, den Cityring nur in einer Richtung auszuschildern, und zwar – würde man auf den Stadtplan schauen – entgegen dem Uhrzeigersinn. „Ich hätte mir gut eine Ausschilderung in beide Richtungen vorstellen können, kann aber mit diesem Ergebnis auch leben“, sagte Theiß. Ausschlaggebend für die Kommission seien Gründe der Verkehrssicherheit und der leichter erfassbaren Darstellung gewesen.        „Selbstverständlich werden die Straßen deswegen nicht zu Einbahnstraßen“, stellte der Verwaltungschef klar, „es geht ja nur um die Ausweisung eines Ringes.“ Für die Richtung entgegen dem Uhrzeigersinn habe man sich entschieden, weil der größte von außen kommende Verkehrsstrom auf der Vornhäger Straße auf die Altstadt zufahre. Dieser könne rechts herum auf dem kürzesten Wege zu den Parkplätzen geleitet werden.

Denn eine Hauptaufgabe der Beschilderung sei es, ortsfremde Autofahrer in übersichtlicher Weise zu den Parkplätzen zu führen. An den Ortseingängen werden 1,90 Meter mal 1,50 Meter große Schilder den Cityring und die Lage der vorhandenen Parkplätze ausweisen. Die kostenlosen Parkplätze werden besonders gekennzeichnet. Im weiteren Verlauf zeigen weitere Schilder den Fortgang des Cityrings und den jeweils nächstgelegenen Parkplatz an. Jedem Parkplatz ist eine Farbe zugeordnet, an der die Autofahrer sich einfach orientieren sollen. Innerhalb der Altstadt wird es mehrere Schilder geben, die darauf hinweisen, wie man auf den Cityring gelangt.

Insgesamt 26 Cityring-Schilder sollen installiert werden. Teilweise werden sie in vorhandene Schilder integriert, teilweise müssen neue Masten aufgestellt werden. Die Kosten werden auf insgesamt 18 000 Euro taxiert.

Nach Überzeugung von Theiß wird der Cityring eine übersichtliche Verkehrsführung gewährleisten. „Egal, aus welcher Richtung ich komme, ich stoße immer auf den Cityring, lasse mich auf diesem zu meinem Parkplatz leiten oder umfahre sicher die Stadt, um in die von mir gewünschte Richtung weiter zu gelangen.“

Kommentar

Nicht zuende gedacht

Erster Gedanke: Schnitzeljagd. Zweiter Gedanke: Die aufgeführten Parkplätze sind nicht vollständig. Dritter Gedanke: Seit wann liegt der Festplatz so dicht an der Fußgängerzone? Vierter Gedanke: Wer soll da überhaupt durchfinden – welche Parkplätze sind auf den Bildern gemeint?

Autofahrer sind keine Geocacher, die detektivisch ihr Ziel aufspüren. Sie müssen vielmehr bei dichtem Verkehr in Millisekunden ein Schild und dessen Aussage erfassen. Das dürfte bei dieser Beschilderung schwierig werden. Abgesehen von inhaltlichen Fehlern, ist der Entwurf nicht geeignet, Ortsunkundige einfacher durch die komplizierte Verkehrsführung der Kreisstadt zu leiten. Wenig konsequent ist auch, dass nur Autofahrer aus Richtung Hannover von dem neuen Ring profitieren sollen.

Hinzu kommt: Die neuen Farbtafeln zusätzlich zum bereits vorhandenen Parkleitsystem aufzustellen, dürfte für noch mehr Verwirrung sorgen. Und zu guter Letzt: Hatten sich viele Geschäftsleute nicht in erster Linie darüber beklagt, dass sie Kunden und Lieferanten nur schwer erklären können, wie sie zu ihnen finden? Ein Problem, das durch diese Schilder nicht gelöst wird. Vielleicht wäre ein Cityring mit nummerierten „Ausfahrten“ da hilfreicher gewesen…

Fazit: Die Stadt sollte zunächst über einen überarbeiteten Entwurf nachdenken, bevor sie 18 000 Euro für die jetzige Variante ausgibt. vin

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