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Container-Lösung ist zu teuer

Wirtschaftlich nicht tragbar Container-Lösung ist zu teuer

Wie sehr fehlende Kita- und Krippenplätze die Stadthäger Verwaltung vor Probleme stellen, ist jetzt bei der Sitzung des Ausschusses für Schulen und Kindergärten deutlich geworden. Die Prognosen sehen neun fehlende Kita-Plätze bis April 2018 vor, bis Juni soll die Unterversorgung bereits auf 24 steigen.

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Quelle: SYMBOLFOTO (DPA)

STADTHAGEN. Während Fachbereichsleiterin Iris Freimann diese Zahlen als noch „verträglich“ bezeichnet, sehe es im Krippenbereich „anders“ aus. Bereits im Januar fehlen demnach 15 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahre, im April könnten es bereits 22 sein. Und während die Planungen für den Kita-Neubau im Holzwinkel im Zeitplan liegen, bereitet den Verantwortlichen eine schnelle Lösung für mehr Krippenplätze Kopfschmerzen.

Auch Gewerbepark kommt in Betracht

Weitere Möglichkeiten seien bereits geprüft worden – bisher allerdings vergeblich. So seien verschiedene Gebäude der Familie Blindow aufgrund baulicher Vorgaben nicht genehmigungsfähig, und auch der ein oder andere nachgefragte Leerstand sei bei genauer Prüfung nicht mehr infrage gekommen. „Die Einrichtung muss sich ja auch schnell realisieren lassen“, macht Freimann das Problem deutlich. Deshalb denke man in alle Richtungen. So komme auch der Gewerbepark an der Gubener Straße in Betracht. Es würden Gespräche mit dem Geschäftsführer Sven Rickes geführt, „hier kommt es aber natürlich darauf an, wie sich das Gelände entwickelt“.

Container wirtschaftlich nicht tragbar

Auch eine Containerlösung sei, wie berichtet, in Betracht gezogen worden, „aber ehrlich gesagt bin ich über die Preise erschrocken“, gibt Freimann zu. 200.000 Euro würden die Räumlichkeiten kosten – zur Miete für zwei Jahre. Doppelt so viel wäre für den Kauf fällig. „Zusätzlich muss ja auch das Gelände hergerichtet werden, wir bräuchten einen Zaun und Parkplätze. Wir kämen insgesamt auf 500.000 Euro, wenn wir mieten würden – und dann müsste am Ende alles wieder zurückgebaut werden.“ Für die Verwaltung sei das „keine tragbare wirtschaftliche Lösung“.

Stattdessen sei man bemüht, Alternativen zu entwickeln. So sei etwa denkbar, die nicht so nachgefragten Kita-Plätze in Obernwöhren durch eine altersübergreifende Gruppe auszulasten. Auch in Enzen wäre dies eine Möglichkeit. Freimann stellte dem Ausschuss aber auch die Idee vor, eine Großtagespflege in Stadthagen einzurichten. Dies sei eine sehr flexible Möglichkeit für eine familiennahe Betreuung und ließe sich schnell einrichten, weil es in einem regulären Wohnhaus umzusetzen wäre. Hier gelten weniger strikte bauliche Vorgaben als in einer Kindertagesstätte.

Für Richard Wilmers (WIR) ist klar, dass eine machbare, also kostengünstigere Lösung hermüsse: „Ich komme gerade aus dem Finanzausschuss und die Containerlösung wäre überhaupt nicht im Einklang mit dem Haushalt.“ (Seite 10) Dieser Meinung schlossen sich auch die restlichen Ausschussmitglieder an.

Zuwegung noch nicht geklärt

Positives hatte Freimann im Hinblick auf den geplanten Kita-Neubau zu berichten. Bauplanungsrechtlich dürfte dem Vorhaben nichts entgegenstehen, allerdings sei die Zuwegung zu dem Gelände noch nicht geklärt. Eine Verkehrszählung im Bereich der Ampelkreuzung vom Bahnhof her habe stattgefunden. Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln prüfe die Zahlen noch. Ausschussmitglied Thomas Pawlik (SPD) äußerte seine Sorge über die Nähe zu den Obo-Werken, da es dort hohen Lkw-Verkehr gebe. Dies sei alles Teil der Prüfung“, beruhigte Freimann.

Außerdem würde der Fachbereich Bauen bereits die Modalitäten für die Ausschreibung ausloten. Das Interessenbekundungsverfahren läuft noch bis Ende September. „Bisher haben fünf Träger signalisiert, dass sie etwas einreichen möchten. Darunter sind sowohl bekannte als auch neue Träger, die wir vor Ort noch nicht haben.“

Da es seine Zeit dauern werde bis die Kita in Betrieb genommen werden könne, sei die Verwaltung froh, dass die Erweiterung der Kita in Enzen gut vorankomme. Im Frühjahr soll dort eine neue Gruppe eröffnet werden. „Allerdings rechnen wir damit, dass sich der Bedarf im Laufe des Kita-Jahres so entwickeln wird, dass wir ihn auch damit nicht decken können“, so Freimann. col

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