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Stadthagen Stadt "Coworking space" soll im Oktober starten
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt "Coworking space" soll im Oktober starten
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00:18 11.06.2018
Sven Rickes (rechts) erläutert den Ausschussmitgliedern seine Pläne mit dem „Innovationspark“. Quelle: ssr
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Stadthagen

An diesem Termin soll die Großimmobilie auch in „Innovationspark“ umgetauft werden, teilte der Geschäftsführer der Compa Logistik &Gewerbepark GmbH weiter mit.
In die für das „Coworking space“ (deutsch: Kooperations-Arbeitsraum) gedachten Räumlichkeiten werde die Firma bis Oktober rund 300 000 Euro investiert haben, berichtete Rickes. Es handle sich „um Risikokapital, denn es ist ein experimenteller Ansatz“.

Die Nachfrage nach Büroflächen sei schon „sehr groß, aber wir sind noch nicht ausgebucht“. Mit „Coworking space“ ist laut Rickes eine Art Bürogemeinschaft gemeint, die sich mehrere Nutzer, häufig handelt es sich um sogenannte Startups, teilen.

Event-Halle mit 2700 Quadratmetern

Rickes konkretisierte etliche weitere Vorhaben, die im künftigen Innovationspark passieren sollen. So werde in den kommenden drei Jahren ein Hallengebäude mit einer Fläche von 2700 Quadratmetern zu einer Event-Halle ausgebaut, „in der Veranstaltungen mit mehreren tausend Besuchern stattfinden können“. Die ursprüngliche Idee, eine Trampolinhalle daraus zu machen, musste laut Rickers fallengelassen werden, da die Höhe des Gebäudes dazu nicht ausreicht.

Auf dem Freigelände werde es ebenfalls spätestens in drei Jahren einen Beach-Club geben mit einer Cocktail-Bar, die in auf der benachbarten Bahnstrecke abgestellten Zug-Waggons untergebracht werden soll. Die zentrale Erschließungsstraße werde ebenfalls bis 2021 zu einer „Magistrale“ ausgebaut. In Teilen der Erdgeschosse daran anliegender Gebäude seien „Läden der anderen Art“ geplant – „sowas wie ein Plattenladen oder ein Second-Hand-Geschäft der feinen Art“, umriss Rickes.

Ein weiterer konkreter Plan ist nach Darstellung von Rickes die Einrichtung eines „Gründerzentrums“ in vorhandenen ehemaligen Laborgebäuden. In Zusammenarbeit mit der Uni Hannover, der Industrie- und Handelskammer und der Handwerkskammer solle hier ein „kleiner Campus“ entstehen, an dem Start-up-Akteure Werkstätten und Labore mieten können, „um Ideen und Produkte zu entwickeln“. Weitere Elemente der Nutzung des Geländes sollen unter anderem der Bau eines „Art-Hotels“, einer Kita und von Künstler-Appartements sein.

"Je improvisierter desto besser"

Im kommenden September werde es auf dem Gelände die zweite Ausgabe des Street Food Festivals geben, kündigte Rickes an. Dazu komme ein „kunterbunter Markt“ mit Ausstellern wie etwa „orientalischen Gewürz- und nordafrikanischen Stoffhändlern“. Rickes dazu: „Je bunter desto besser.“ Ergänzt werden soll das Event durch ein Street Soccer Turnier.

Alles in allem solle im „Innovationspark“ ein „Zentrum für Kreativwirtschaft“ entstehen, so Rickes. Dabei gelte: „Je improvisierter desto besser, wir wollen nichts perfekt machen.“ Der Geschäftsführer betonte dabei: „Wir wollen hier langfristig investieren.“

„Das was Sie hier machen, wird Stadthagen beleben“, lobte Heiko Tadge (CDU): „Wir sollten der Entwicklung nicht im Wege stehen.“ Jan-Philipp Beck (SPD) ergänzte: „Wir sollten den Mut haben, das hier wachsen zu lassen“. Die Chancen dieses Projekts würden die Risiken überwiegen, meinte er. Norbert Kunze (FDP) bezeichnete das Projekt als „Glücksgriff für Stadthagen“. Er richtete den Appell an die Stadtverwaltung, „zu helfen, dass das hier zügig weitergehen kann“. ssr

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