Stadthagen (jcp). Laut Liste gibt es momentan 15 Piraten im Landkreis, von denen sich Sprecher Sven Hennig zufolge sechs an den regelmäßigen Treffen im Stadthäger „Dudelsack“ beteiligen. Eine Aufstellungsversammlung ist für den 25. März angesetzt.
An lokalen Belangen sprechen die Piraten vor allem über bildungspolitische Fragen und die „Trauermärsche“ in Bad Nenndorf, so Hennig. In der Kurstadt kommt es seit 2006 jährlich zu Neonazi-Demonstrationen.
Auch die Möglichkeit einer Schaumburger „Occupy“-Bewegung sei schon einmal „auf den Tisch gekommen“, von selbigem aber auch – vorerst – recht schnell wieder verschwunden. „Wir wissen, dass es im Nachbarkreis Minden-Lübbecke bereits eine Gruppe gibt“, sagt Hennig. Auch über die inhaltliche Nähe zur „Occupy“-Bewegung sei man sich unter Schaumburger Piraten bewusst.
„Occupy Wall Street“ (Occupy = Besetzen) nahm ihren Anfang 2011 in den USA. Das Gedankengut verbreitete sich vor allem über soziale Netzwerke im Internet. Seitdem gibt es „Occupy“ nicht mehr nur in den Vereinigten Statten. In Deutschland kam es zum Beispiel zu Demonstrationen in der Börsenstadt Frankfurt. Inhaltlich geht es den Anhängern vor allem um die ihrer Ansicht nach außer Kontrolle geratene Finanzwirtschaft und soziale Ungerechtigkeit.
Erledigt habe sich das Thema indes für die Schaumburger Piraten nicht. „Da wird noch was kommen“, zeigt sich Hennig zuversichtlich. Mehr wisse man dann Ende März.
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