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„Dann bleibt es eben, wie es ist“

Stadthagen / Wochenmarkt „Dann bleibt es eben, wie es ist“

Nun ist es amtlich: Der Wochenmarkt wird sonnabends weiterhin Punkt 13 Uhr abgeräumt. Das hat der Rat am Montagabend nach mehr als einjährigem politischem Hickhack mit der Verabschiedung der an anderen Stellen erneuerten Wochemarkt-Satzung einstimmig beschlossen.

Stadthagen (ssr). Merve Neumann-Tietzer (SPD) erinnerte daran, dass die Stadtverwaltung und anfangs auch die SPD „dem veränderten Kundenverhalten“ durch eine Verlängerung der Marktzeit sonnabends bis 14 Uhr entgegenkommen wollten. In der Tischvorlage ist von dem Versuch die Rede, durch die Ausweitung „junge Familien, genussorientiert und mit regionalem Bewusstsein“, als neue Kunden zu gewinnen. Doch der Vorstoß sei gescheitert, selbst in Form eines halbjährigen Versuches als Kompromiss, bedauerte Neumann-Tietzer.
Die Sache habe sich „in gegenseitigen Schuldzuweisungen“ zwischen Marktbeschickern und Einzelhändlern um die jeweiligen Öffnungszeiten festgebissen. Der „über die Presse“ ausgetragene Streit sei „für die Stadt nicht hilfreich“ gewesen. Daher sei ein Abbruch des Vorstoßes angezeigt. „Wir können also nur abwarten, was sich entwickelt“, sagte die Kommunalpolitikerin.
Jens Klugmann (CDU) schlug einen anderen Ton an. Ganz offenkundig reiche der Mehrheit von Marktbeschickern, Wochenmarkt-Kunden und Ratsmitgliedern die Zeit bis 13 Uhr aus, wie Umfragen und zahlreiche Äußerungen zeigten. Daher sei es völlig richtig, bei der geltenden Regelung zu bleiben. Bei der Satzung sei „die Akzeptanz der Standbetreiber entscheidend“, fügte Klugmann hinzu. Es sei gut, dass die neue Satzung endlich in Kraft trete, damit Verbesserungen amtlich würden. Das betreffe beispielsweise die neu eingeführte Möglichkeit für Marktbeschicker, ihre Lieferfahrzeuge kostenlos auf Stellplätzen der Stadt zu parken.
Lothar Biege (FDP) mahnte, durch wachsende Konkurrenz im Umland drohe der Stadthäger Wochenmarkt „sein Alleinstellungsmerkmal“ zu verlieren. Daher sei die Ausweitung der Marketing-Maßnahmen zu begrüßen. Bei den Öffnungszeiten müssten alle an einem Strang ziehen: „Wenn das nicht in diesem Sinne gewollt wird, dann bleibt es eben, wie es ist.“

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