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Das Erbe bewahren

Stadthagen Das Erbe bewahren

Grobe Eingriffe ins Stadtbild wie der Abriss von drei Häusern am Marktplatz für den Neubau der Sparkassen-Filiale dürfen sich nicht wiederholen. Dafür setzt sich die Initiative Stadthäger Altstadt (ISA) ein.

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Stadthagen. Die im April gegründete Arbeitsgruppe, bestehend aus Politikern, Experten und Bürgern, hat jetzt ihre Arbeit aufgenommen. Mit drei Fachvorträgen stellte sie sich der Öffentlichkeit vor. Ihr Ziel: Das Stadtbild der historische Altstadt Stadthagens bewahren – und nicht tatenlos dabei zusehen, wie geschichtsträchtige Gebäude für die Moderne abgerissen werden – siehe Sparkassenfiliale am Markt. Heute, Jahrzehnte später, lauten die Schlagworte Kreft-Häuser, Krumme Straße, Wallanlagen.

Wie die Initiative ihre hehren Ziele umsetzen will, diese Antworten blieben sie ihren Gästen – zumindest bei der Auftaktveranstaltung – schuldig. Schon bei der Vorstellung der zehn Mitbegründer der ISA wurden dafür die Absichten mehr als deutlich. So möchte etwa Ursula Schweer (CDU) „das Bewusstsein in der Bevölkerung für die Möglichkeiten und den kulturellen Wert der historischen Altstadt verstärken.“ Maria Börger-Sukstorf (Grüne) habe sich der Initiative angeschlossen, weil sie dazu beitragen möchte, dass die Altstadt durch mögliche Bauvorhaben „nicht ihr historisches Gesicht verliert“. Auch Ute Steidel (SPD), die durch den Abend führte, wolle sich dafür einsetzen, „die Altstadt durch Ausstellungen, Vorträge und Aktionen erlebbar zu machen“.

Um ihre Forderungen zu bekräftigen, ließ die ISA drei Experten vor den etwa 30 Besuchern über die mittelalterliche Stadtstruktur Stadthagens referieren. Sven-Olav Benkhardt wies dabei unter anderem auf die historische Bedeutsamkeit der Wallanlage hin.

Diplom-Ingenieur Manfred Röver nahm noch einmal den Spielball „Sparkasse“ auf: „Jedes Gebäude prägt die Altstadt“, betonte er. Der Erhalt von historischer Bausubstanz sei für das prägende Stadtbild unverzichtbar.

Zum Abschluss führte Udo Jobst aus, welche positive Entwicklung die Kreisstadt als „Stadt der Weserrenaissance“ seit dem Leitbildprozess aus dem Jahr 2004 genommen habe. „Wir haben hier eine ganz besondere Stadt. Dieses Alleinstellungsmerkmal müssen wir auch in Zukunft pflegen“, stellte der Vorsitzende des Stadthäger Renaissancevereins klar.

Die nächste ISA-Veranstaltung ist am 9. Januar, um 19 Uhr. Der Ort wird noch bekannt gegeben. Mehr Infos gibt es auf www.isa-stadthagen.de.

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