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Stadthagen Stadt Das Gruseln oder das Staunen lernen
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Das Gruseln oder das Staunen lernen
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00:15 28.12.2014
Feierlich: Die Christmette beginnt mit dem Einzug der Sänger. Quelle: sk
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Stadthagen

Der Wind hatte sich gelegt, der Regen aufgehört. Ein halbe Stunde vor Mitternacht war die Innenstadt still und fast menschenleer – bis auf einige Bürger, die in der Heiligen Nacht eilig zum Haupteingang der Martini-Kirche strebten. Die Christmette sollte beginnen.

Mit der Weihnachtshymne von Felix Mendelssohn-Bartoldy zogen zu Beginn des Gottesdienstes die Sänger durch den Mittelgang nach vorn. Lesungen, Chor- und Gemeindegesang wechselten sich in der folgenden Stunde, die in den ersten Weihnachtstag führte, ab.

Das Eintreten Gottes in die unvollkommene Welt der Menschen, aufgezeigt in den ärmlichen Umständen der Geburt Jesu, stellte Oberprediger Dr. Klaus Pönnighaus in den Mittelpunkt seiner Predigt.

Dass Gott zu den Menschen ohne äußere Machtentfaltung kommt, steht laut Pönnighaus „quer zu allen Vorstellungen.“ Jedoch sei Jesus gerade darum den Menschen in deren persönlichen Leiden und Freuden sehr nah. Der Pastor: „Er lebt unser Leben mit. Wir sind nicht allein.“ Das gelte auch angesichts der „widerwärtigen Kriege“ im Nahen Osten und Afrika. Pönnighaus: „Neuer Hass, neuer Krieg, Leid und Neid: Wer ausziehen will, das Gruseln zu lernen“, müsse in die Welt der Menschen gehen. Hingegen: „Wer das Staunen lernen will, gehe in die Weihnacht.“

sk

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