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Das Soziale hängt ihm am Herzen

Stadthagen Das Soziale hängt ihm am Herzen

Morgen wird Bernd Hellmann (58, SPD) bei einem Empfang der Stadt aus seinem Amt als Stadthäger Bürgermeister verabschiedet. Die SN haben sich bei Weggefährten aus Politik und Gesellschaft erkundigt, wie diese die achtjährige Amtszeit einstufen.

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Im sozialen Bereich sehen viele Weggefährten die besonderen Stärken von Bernd Hellmann – hier zusammen mit Doris Schröder-Köpf in einer Stadthäger Kinderkrippe.

Quelle: Archiv

In einem sind sich Viele einig: Schwerpunkt und größte Erfolge Hellmanns liegen im sozialen Bereich. SPD-Ratsfraktionschef Jan-Philipp Beck

 Nach Überzeugung von hinterlässt Hellmann „ein gutes Erbe“. Vor dem Hintergrund schwieriger finanzieller Rahmenbedingungen habe er „sozialpolitisch viel geleistet“. Hellmann sei beispielsweise maßgebend für die Einrichtung des Familienzentrums und für die Ganztagsbetreuung an den Grundschulen verantwortlich. Mit Blick auf die Straßeninfrastruktur habe er entschlossen den Investitionsstau angepackt. Impulsgeber gewesen sei er für die Rekommunalisierung des Stromnetzes. Im Kontakt mit den Ratsgremien habe er „für ein gutes Gesprächsklima gesorgt“. CDU-Fraktionssprecher Heiko Tadge

 „Auf eine erfolgreiche Amtszeit“ kann der scheidende Bürgermeister aus Sicht von zurückblicken. Die städtischen Haushalte „spiegeln einen im Großen und Ganzen verantwortungsbewussten Umgang mit unseren Mitteln wider“. Bei Meinungsunterschieden mit der CDU sei Hellmann stets „sachlich und zielgerichtet“ geblieben.

 Geirrt habe dieser aber bei der zu großen Dimensionierung der Grundschul-Mensen: „Hier wäre ein siebenstelliger Betrag einzusparen gewesen.“ Vor einem weiteren Irrtum, der zu hohen Dotierung einer bestimmten Amtsleiterstelle, habe Hellmann auf Intervention der CDU abgehalten werden können. WIR/FDP-Gruppensprecher Richard Wilmers

 „Die Chemie zwischen Hellmann und unserer Gruppe stimmte nicht“, bilanzierte . Der Bürgermeister habe auch „zu persönlichen Diffamierungen gegriffen“, er „war dünnhäutig gegenüber Oppositionskritik“. Wilmers: „Ich hätte mir von ihm mehr Souveränität gewünscht.“ Gleichzeitig seien seine Verdienste im sozialen Bereich enorm: Für den Ausbau der Kitas habe er „sehr viel gemacht“, sein Einsatz für die Ganztags-Grundschulen sei „vorbildhaft“ gewesen, Familien- und Frauenzentrum habe er „aus vollem Herzen unterstützt“. Grünen-Fraktionschefin Maria Börger-Sukstorf

 Ähnlich sieht das : „Im Sozialen hat er Hervorragendes geleistet.“ Doch auch bei Umweltthemen habe Hellmann „stets ein offenes Ohr gehabt“. Öko-Strom für städtische Gebäude und die Straßenbeleuchtung seien mit ihm gut zu verwirklichen gewesen. Gerne schon weiter als es in der Amtszeit Hellmanns möglich gewesen ist, wären die Grünen bei den Themen Freibad und verbindliche Standards für Bürgerbeteiligung. Und: „Wir hätten uns eine transparentere Informationspolitik gewünscht.“ Holger Schulz

 Dass der scheidende Amtsinhaber „die Bedingungen für die Einkaufsstadt Stadthagen verbessert“ hat, meint , der langjährige frühere Vorsitzende des Stadtmarketingvereins Stadthagen. Speziell habe er sich für die Belebung der Innenstadt eingesetzt. So habe er die Tage der Weserrenaissance „ins Leben gerufen“. Die Repräsentationspflichten habe Hellmann „sehr ernst genommen, er war bei ganz vielen Veranstaltungen präsent“. Schulz nannte auch einen Kritikpunkt: „Bei der innerstädtischen Verkehrsführung sind wir nicht weitergekommen.“ Stadtbrandmeister Rolf Bruns

 „Wir sind mit ihm zufrieden gewesen“, sagte : „Trotz einiger Reibereien haben die Feuerwehren größtenteils das gekriegt, was sie wollten.“ Hellmann habe „einige Gegner gehabt“, bemerkte Bruns. Insgesamt habe dieser es aber „geschafft, dass es in Stadthagen voranging“. ssr

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