Stadthagen (par). Die prägendste Veränderung an der Schulform ist, dass Haupt- und Realschüler auch nach der vierten Klasse gemeinsamen Unterricht haben und sich ihre Wege in den meisten Fächern nicht trennen. Lediglich in Mathe und Englisch gibt es Grund- und Leistungskurse, wobei die Durchlässigkeit für einen Wechsel gegeben ist. Ab der siebten Klasse gibt es auch in den Naturwissenschaften eine Trennung.
Als Vorreiter im Landkreis praktiziert die Schule am Schlosspark dieses Modell bereits seit zweieinhalb Jahren, sodass es bereits einen siebten Jahrgang gibt, der auf Grundlage einer Oberschulenverordnung unterrichtet wird. „Diese Erfahrungen haben uns sehr geholfen. Wir waren gut vorbereitet“, erklärte Becker, die nach wie vor davon überzeugt ist, dass ein gemeinsamer Unterricht Früchte trägt. „Die Schüler lernen voneinander und die Motivation ist vorhanden.“
Seit August vergangenen Jahres gehört für die neu eingeschulten Fünftklässler an zwei Tagen die Woche der Nachmittagsunterricht fest zum Stundenplan dazu, was eine Neuerung bedeutet. Musik, Sport, Kunst oder das neu geschaffene Fach „Soziales Lernen“ – bis 15.30 Uhr drücken die Kinder die Schulbank. „Sie finden es nicht schlimm. Lediglich einige Eltern mussten sich daran gewöhnen“, erklärte Becker.
Große Stücke hält die Direktorin auf das zusätzliche Fach „Soziales Lernen“. „Wir legen großen Wert darauf, dass die Kinder Umgangsformen lernen, die ihnen den Start ins Berufsleben erleichtern sollen.“ Mit einer durchschnittlichen Klassenstärke von 22 Kindern im fünften und sechsten Jahrgang ist Becker zudem zufrieden.
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