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Stadthagen Stadt Das lange Warten auf den Unterricht
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Das lange Warten auf den Unterricht
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00:17 17.08.2017
Aufgrund der Busfahrzeiten kommen einige Schüler lange vor Unterrichtsbeginn schon in der Schule an. Quelle: Archiv
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Landkreis/Stadthagen

Wenn der Sohn von Stadthägerin Alexandra Fahlbusch um 7.07 Uhr an der Nordsehler Straße in Stadthagen in den Bus der Linie 2 einsteigt, dann ist er um 7.15 Uhr am ZOH – also eine Dreiviertelstunde vor Unterrichtsbeginn an seiner Schule, dem Wilhelm-Busch-Gymnasium (WBG). Das ist für Fahlbusch ein Unding.

„Wir sind sauer. Wo soll das denn noch enden? Jedes Jahr werden die Busabfahrtzeiten noch weiter nach vorne gelegt“, schimpft die Stadthägerin und befürchtet, dass die Schüler bald eine Stunde vor Schulbeginn an den jeweiligen Institutionen eintreffen. 2015 fuhren die Busse in ihrem Fall noch um 7.32 Uhr los. Im Folgejahr starteten sie bereits um 7.19 Uhr und in diesem Jahr müssen die Kinder um 7.07 Uhr in die Busse steigen.

Um der Ursache der vorverlegten Abfahrtzeiten auf den Grund zu gehen, kontaktierte Fahlbusch bereits im vergangenen Jahr das Busunternehmen Ruhe-Reisen. „Die sagten damals, dass sie zu wenig Busfahrer hätten und deshalb die Busse so früh losfahren.“

Das kann Anja Gewald vom Landkreis nicht bestätigen. Nach Rücksprache vor wenigen Tagen mit dem Busunternehmen liege die Vorverlegung der Linie 2 von Wölpinghausen nach Stadthagen an der ungleich verteilten Nutzung. „Im Abstand von zehn Minuten fahren zwei Busse aus Wölpinghausen ab. Der erste Bus war immer fast leer, während der zweite überfüllt war“, erklärt Gewald. Das Unternehmen habe sich aufgrund dessen dazu entschieden, den zweiten Bus zur selber Zeit wie den Ersten abfahren zu lassen, damit sich die Kinder besser auf beide Busse verteilen können.

Gefährlich für stehende Kinder

Innerhalb Stadthagens würde nach Angaben der Kreissprecherin auch noch eine zweite Linie, die 2121 der Straßenverkehrs-Genossenschaft (SVG), fahren. „Dieser Bus fährt etwas später und unter Umständen können einige Kinder darauf ausweichen.“ Eignen sich beide Linien nicht für die Schüler, gäbe es noch die Möglichkeit, sich beim Landkreis zu erkundigen, ob Alternativen vorhanden seien.
Die Lösung mit der Vorverlegung der zweiten Buslinie kann Fahlbusch nur zum Teil verstehen. „Beide Busse sind jetzt komplett voll, wenn sie hier ankommen. Mein Sohn muss an einigen Tagen vorne beim Busfahrer stehen“, kritisiert die Stadthägerin. Die besorgte Mutter befürchtet, dass sich bei einem Unfall die vielen stehenden Kinder schwer verletzten könnten.

Auch die Linie 2121 ist nach Fahlbuschs Angaben überfüllt. Einige Kinder von befreundeten Eltern hätten während der Fahrt Angst, weil die Busse so überfüllt seien. „Die Behörden und Unternehmen sollten sich mal Gedanken um eine bessere Regelung machen“, fordert Fahlbusch.
Die Alternative, dass die Eltern ihre Kinder zu einer „humanen“ Zeit zur Schule bringen, sei auch nicht besser. Immerhin gebe es schon jetzt Verkehrsprobleme wegen der zahlreichen Eltern-Taxis.

Vor der Tür stehen, müssen die Kinder beim Eintreffen am WBG allerdings nicht. „Der Hausmeister ist ab 6.30 Uhr da, das Sekretariat ist ab 7 Uhr besetzt und zur gleichen Zeit beginnt auch die Frühbetreuung durch einen pädagogischen Mitarbeiter und unseren Bundesfreiwilligendienstler“, erklärt Schulleiter Holger Wirtz. Die Schüler würden betreut und könnten sich auch an der bereitstehenden Müsli-Bar bedienen, bis der Unterricht um 7.55 Uhr startet. Die Anzahl der Jungen und Mädchen, die das Angebot annehmen müssen, schwankt laut Wirtz. Genaue Zahlen könne er daher nicht nennen. „Wie viele Schüler morgens betreut werden, ist immer sehr unterschiedlich. Für uns sind die schwankenden Zahlen aber kein Problem.“ vr

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