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Stadthagen Stadt „Das war vermutlich nicht der letzte Streik“
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt „Das war vermutlich nicht der letzte Streik“
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15:30 12.03.2012
„Wir sind es wert“: Gewerkschaftsmitglieder forderten gestern auf dem Stadthäger Marktplatz „vernünftige Verhandlungen“ im aktuellen Tarifkonflikt. Quelle: rg
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Stadthagen (kil). Organisiert wurde der Warnstreik von der Dienstleistungsgesellschaft ver.di (wir berichteten). Nach Angaben der Akteure war dies vermutlich nicht der letzte Streik.

 Unter dem Motto „Wir sind es wert“ machten die Streikenden mit Trillerpfeifen, Fahnen und Flyern auf ihre Forderungen aufmerksam. „Wir wollen, dass man uns ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegt“, sagte Gewerkschaftssekretärin Aysun Tutkunkardes mit Nachdruck. Einige Forderungen von ver.di: Höhere Löhne, die unbefristete Übernahme für alle Auszubildenden und eine gerechte Steuer- und Finanzpolitik. Dass Arbeitnehmer dort, wo Fachkräftemangel herrscht, teilweise sogar über Tarif bezahlt werden, bezeichnete Martina Hamich als „Frechheit“.

 Am Streik beteiligt waren Beschäftigte des Klinikums in Stadthagen und Rinteln, der Straßenmeisterei in Rinteln und Stadthagen, aus einigen Kitas sowie Mitarbeiter der Heeresfliegerwaffenschule Bückeburg und der Stadtverwaltungen Stadthagen, Rinteln, Bückeburg, Sachsenhagen und Obernkirchen. Damit alle Mitarbeiter, die es wollten, teilnehmen konnten, legten die Streikenden einen Stopp beim Kreiskrankenhaus ein. „Da die Personaldecke im Klinikum so ausgedünnt ist“, konnten Tutkunkardes zufolge nämlich nicht alle mitstreiken. Ein Notdienst sowie ein Not-OP-Team mussten besetzt werden. Auch einige Schüler der Krankenhauspflegeschule streikten. „Wir wollen im Krankenhaus für unsere Arbeit respektiert werden. Schließlich sind wir die Zukunft“, forderte eine Azubi auf dem Marktplatz.

 Dass dies nicht der letzte Streik gewesen ist, darin waren sich die Anwesenden offensichtlich einig. Die nächsten Verhandlungstermine sind für 12./13. März und 28./29. März angesetzt. „Wenn wir kein vernünftiges Angebot kriegen, stehen wir wieder hier“, sagte Thomas Schmidt von der Straßenmeisterei Stadthagen. „Wir wollen es kurz, knackig und heftig.“

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