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Debatte um Geh- und Radweg in Reinsen

Stadthagen / Rat Debatte um Geh- und Radweg in Reinsen

Die Ratsfraktionen wollen in den kommenden Wochen darüber beraten, ob der Bau eines kombinierten Geh- und Radweges an der Landesstraße 447 in Reinsen angeschoben werden soll.

Von Stefan Rothe

Stadthagen. Forderungen nach einem kompletten Ausbau der maroden L 447 in Reinsen gibt es schon seit Jahrzehnten. Doch nach wie vor rangiert dieses Projekt in den Planungen des dafür zuständigen Landes unter „ferner liefen“. Wann jemals gebaut werden könnte, ist derzeit völlig unklar. Auf Initiative der Ratsgruppe SPD/Grüne hat die Verwaltung daher die Frage geprüft, unter welchen Bedingungen vorab zumindest der Bau eines kombinierten Geh- und Radweges unter der Regie der Stadt möglich wäre. Damit könne die Sicherheit von Radfahrern und Fußgängern verbessert werden.

Wie Bauamtsleiter Gerd Hegemann während der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses am Donnerstag berichtete, wäre eine solche Lösung in Zusammenarbeit mit dem Land denkbar. Das Projekt würde 1,8 Millionen Euro kosten, das Land würde davon aber 1,35 Millionen Euro übernehmen – blieben für die Stadt 465 000 Euro. Um das Land zeitnah zu dieser Zusammenarbeit zu bewegen, so Hegemann, müsse die Stadt mit der Planung in Vorleistung treten. Dafür seien 120 000 Euro erforderlich. In diesem Fall wäre mit einem Bau möglicherweise in den Jahren 2017/18 zu rechnen.

Hegemann wies darauf hin, dass es sich um ein technisch kompliziertes Bauvorhaben handele. Das Areal sei sehr hügelig, Grundstücke, Gräben, Böschungen und auch Häuser reichten teilweise bis dicht an die Straße heran.

Die Reinser Ortsvorsteherin Ute Hartmann-Höhnke (SPD) machte sich vehement für den schnellstmöglichen Bau eines Geh- und Radweges stark. „Es geht hier nicht um das Motto ,Unser Dorf soll schöner werden‘, sondern um eine gravierende Verbesserung der Sicherheit der Bürger“, sagte sie. Unfälle seien dort nur deshalb kaum zu verzeichnen, weil die Bürger es vermeiden, dort zu Fuß zu gehen oder mit dem Rad zu fahren. Hartmann-Höhnke wurde lautstark von etlichen Reinsern unterstützt, die sich während der Bürgerfragestunde zu Wort meldeten.

Heiko Tadge (CDU) ließ keinen Zweifel daran, wie schlecht die L 447 in Reinsen sei. Gleichwohl mahnte der Ratsherr eine eingehende Erörterung des Themas unter finanziellen, bautechnischen und sicherheitsrelevanten Aspekten in den Fraktionen an.

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