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Dehoga kämpft um jedes Mitglied

Unterbau fehlt im Verband Dehoga kämpft um jedes Mitglied

Der Deutscher Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) Stadthagen-Land, die einzige Gruppierung, die in Schaumburg überhaupt noch aktiv ist, hat mit einer Reihe von Schwierigkeiten zu kämpfen. Eine ist der rapide Mitgliederrückgang. Mit Ambitionen, aber auch großen Sorgen geht es in die Zukunft.

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Die Dehoga-Mitglieder (von links) Günther Mensching, Dirk Röbke und Ralph Kerkamm lassen sich das Frühstück schmecken.

Quelle: ANO

STADTHAGEN/WIEDENSAHL. Der Blick in den spärlich gefüllten Raum im Wiedensahler Buschkeller sorgte bei dem Vorsitzenden, Rolf Parno, für Ernüchterung: Lediglich 15 Gäste hatten sich beim Neujahrsfrühstück eingefunden.

Parno wünschte allen Anwesenden ein gutes neues Jahr, um dann sofort auf eine verpasste Chance hinzuweisen: „Wir hätten die Gelegenheit nutzen sollen, die Landesgartenschau nach Stadthagen zu holen.“ Die Stadt Bad Essen etwa, die das Ereignis im Jahr 2010 ausgerichtet hatte, habe dadurch trotz hoher Kosten einen enormen Schub erfahren.

Besonders in den vergangenen beiden Jahren habe sich die Zahl durch Sterbefälle und das geringe Interesse der jungen Gastwirte erheblich reduziert, informiert Parno. Aktuell gehören der Dehoga rund 40 Mitglieder an. Ein weiteres und damit in Verbindung stehendes Problem sei die allgemeine Situation der Schaumburger Gastronomie, sagt Mitglied Dirk Röbke: „Ich sehe es zum Beispiel an Liekwegen. Dort gab es früher sieben Gaststätten. Heute existiert lediglich noch eine.“

 Falls neue Mitglieder dazukommen, handelt es sich oft um solche, bei denen bereits die Eltern dabei gewesen seien. Beispiele dafür sind der Vornhäger Krug sowie der Dicke Heinrich. In beiden Lokalen haben die Seniorchefs Günther Mensching und Rolf Parno die Leitung inzwischen an den Nachwuchs übergeben.

 Die Dehoga Stadthagen-Land stehe grundsätzlich allen interessierten Gaststättenbetreibern offen, erklärt Mensching. Die Zahl der Neulinge habe sich in der jüngeren Vergangenheit derweil sehr in Grenzen gehalten, so der stellvertretende Dehoga-Vorsitzende, der sein Amt bei der Generalversammlung am 8. Februar zur Verfügung stellt. „Spontan fällt mir in diesem Zeitraum nur das Berghotel Sülbeck ein.“ Auch die Altersstruktur in der Gruppe sei schwierig, sagt der einstige Betreiber des Vornhäger Krugs. Den Altersschnitt schätzt er mittlerweile auf 50 bis 60 Jahre ein.

 Ein hehres Ziel von Parno, Mensching und ihren Mitstreitern besteht derweil darin, die Stadt für auswärtige Gäste attraktiver zu gestalten. Dabei könne die Profilierung eines Alleinstellungsmerkmals der Kreisstadt helfen. Worum es sich dabei handeln könnte, blieb indes nebulös. ano

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