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Denkzettel für Falschparker

Prekäre Verkehrssituation Denkzettel für Falschparker

Mit einer großangelegten Aktion haben Elternratsvertreter, Schüler und die Polizei auf die prekäre Verkehrssituation, die sich jeden Morgen vor den beiden Gymnasien und der Gesamtschule abspielt, aufmerksam gemacht.

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Elternratsvertreter und Schüler verteilen Denkzettel

Quelle: rg

Stadthagen (js). Fahrradfahrer bahnen sich ihren Weg durch Menschenschlangen, Jungen und Mädchen müssen sich an parkenden Autos von Eltern vorbeischlängeln, die ihre Kinder direkt vor der Schule herauslassen wollen. Vor den beiden Gymnasien und der Gesamtschule in der Kreisstadt an der Schacht- sowie Büschingstraße spielen sich so gut wie jeden Morgen Szenen ab, wie man sie eigentlich nur aus Großstädten kennt.
Dass die Autofahrer dabei oft im Halteverbot stehen oder in zweiter Reihe parken und damit eine Gefahr für den nachfolgenden Verkehr und andere Menschen darstellen, scheinen viele zu ignorieren. Um auf diesen und andere verkehrstechnische Missstände aufmerksam zu machen, haben die Schulelternräte sowie die Schülervertretungen des Ratsgymnasiums (RGS), der Integrierten Gesamtschule Schaumburg (IGS) und des Wilhelm-Busch-Gymnasiums (WBG ) in Zusammenarbeit mit der Polizei eine „Denkzettelaktion“ gestartet.
Mit Flyern ausgestattet standen am Montagmorgen an markanten Stellen an der Schacht- sowie Büschingstraße je sechs Schüler und zwei bis drei Elternvertreter bereit, um Verkehrssünder zu belehren. Unterstützt wurden sie dabei von Polizisten, die dank ihrer Befugnisse Fahrzeuge aus dem fließenden Verkehr herauswinken konnten. Nachdem die Denkzettel verteilt wurden, meist handelte sich um Parkvergehen, durfte jeder straflos wieder auf die Straße. Doch nicht nur Autofahrer standen im Fokus der Aktion. Auch zahlreiche Radler, die beispielsweise ohne Licht oder unerlaubterweise auf den Gehwegen unterwegs waren, wurden gezielt von den auffallenden Mannen in neongelben Westen angesprochen.
Die Idee dahinter ist bei einem der jährlich organisierten Treffen der drei Schulelternräte entstanden. „Dabei ist uns besonders die gefährliche Verkehrssituation an den Schulen aufgefallen. Dagegen wollten wir etwas unternehmen“, erklärt Daniela Beschle, Elternratsvorsitzende des WBG. Dort und an der IGS ist neben den vielen Radfahrern, die sich nicht an die Verkehrsregeln halten, besonders das Problem des kurzen Stoppens an der Schachtstraße im absoluten Halteverbot eklatant. „Bei drei Schulen in der Nähe ist dort am Morgen eine Menge los. Und durch die winterliche Dunkelheit sind Kinder schwer zu erkennen“, erklärt Astrid Budwach, Schulleiterin der IGS.
Im Gegensatz dazu darf an der Büschingstraße beim RGS geparkt werden. Allerdings hat das zur Folge, dass die wenigen Plätze direkt vor der Schule schnell belegt sind und deswegen oft einfach in der zweiten Reihe angehalten wird. „Wenn dann auch noch Gegenverkehr kommt, der auch noch Schüler herauslässt, wird es schon sehr unübersichtlich“, so Angelika Hasemann, Schulleiterin des RGS. Das könne dann gerade für die Kinder, die bei dunklen Lichtverhältnissen vom Festplatz kommen, gefährlich werden. „Außerdem fühlen sich die Anwohner, die zur Arbeit wollen, von den dortigen Staus gestört“, weiß Stadthagens Polizei-Kontaktbeamter Carsten Köller.
Erstaunlicherweise sei gerade an Montagmorgen sowohl an der Büsching- als auch an der Schachtstraße „alles sehr harmonisch verlaufen“, wie WBG-Elternratsvorsitzende Beschle berichtet. „Womöglich haben sich die Leute wegen der Polizei und unserer neongelben Westen sehr korrekt verhalten“, scherzt Beschle. Ihr Pendant vom RGS, Dietlind Schwope, zeigte sich ebenfalls zufrieden mit der Aktion, aber „jetzt müsse man abwarten, wie sich das entwickelt“.
Um die Nachhaltigkeit der verteilten Denkzettel zu überprüfen, möchte die Polizei an den betroffenen Stellen „zeitnah gezielt kontrollieren“, wie Köller versichert. Dann werde jedoch nicht mehr nur geredet, sondern auch ein Verwarngeld für die Verstöße fällig.

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