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Der Freundeskreis entscheidet

Zehntscheune in Stadthagen Der Freundeskreis entscheidet

Nicht nachvollziehen kann Bürgermeister Oliver Theiß Kritik an der zukünftigen Ausstellungsvergabe der Zehntscheune. Weder sehe er Probleme bei der Entscheidungsfindung, noch halte er es für schwierig, dass das zuständige Gremium ein paar Monate vor Saisonstart im Frühjahr noch gar nicht gegründet ist.

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Welches Plakat hängt als Nächstes an der historischen Fassade der Zehntscheune? Darüber soll der Freundeskreis entscheiden. 

Quelle: rg

STADTHAGEN. Im Laufe des Jahres hatte das Thema Zehntscheune zu teils scharfen politischen Auseinandersetzungen geführt. Mehrheitlich wollte der Rat die Vergabehoheit für die Räume bei der Stadt sehen –und nicht bei Kurator Darjush Davar. Argument war, dass es sich wie bei einem Gemeindehaus um ein öffentliches Gebäude handelt.

Allerdings ist in einer Stadtverwaltung nicht zwangsläufig künstlerischer Sachverstand zu finden. Also einigten sich Politik, Verwaltung und Kurator auf einen Kompromiss: Ein sogenannter Freundeskreis Zehntscheune, bestehend unter anderem aus Mitgliedern von Renaissanceverein, Heimatverein, Alter Polizei und auch Davar, soll entscheiden, wer zum Ausstellen in die Zehntscheune darf. Nur: Tatsächlich formal entscheiden kann der Freundeskreis nichts, es braucht eine Unterschrift aus der Verwaltung. Ein zahnloser Kulturtiger also?

Der Bürgermeister wehrt sich gegen diese Darstellung. Für ihn ist die Entscheidung des Freundeskreises „maßgebend“. Theiß: „Ich gehe davon aus, dass dessen Ergebnisse auch akzeptiert werden.“

Veto nur in Ausnahmefällen

Ganz bewusst solle die Entscheidung eben dort getroffen werden, wo die Kompetenzen in Sachen Kunst und Kultur liegen. Nur in äußersten Ausnahmefällen, so Theiß, werde die Verwaltung von ihrem Veto Gebrauch machen. Tatsächlich scheint dem Bürgermeister der Gedanke so abwegig, dass ihm nur ein Extrembeispiel einfällt: „Wenn die da jetzt eine rechtsradikale Vereinigung ausstellen lassen wollen, würden wir natürlich dazwischengehen.“

Auch die Tatsache, dass sich der dafür zuständige Freundeskreis Zehntscheune noch gar nicht gegründet hat, empfindet Theiß nicht als Haken. „Notfalls würden wir eben einspringen“, sagt der Stadtvordere, und meint mit „wir“ die Verwaltung.

Dazu wird es aber wohl nicht kommen: Wie Theiß‘ Stellvertreterin Iris Freimann mitteilt, ist eine Gründungssitzung für den Freundeskreis für Dienstag, 10. Januar geplant. Künstler, Kulturschaffende und Interessierte seien eingeladen, sich um 18 Uhr in der Alten Polizei an der Obernstraße 29 einzufinden. jcp

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