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Der Motor stottert

Carsharing in Stadthagen Der Motor stottert

Nur viermal haben Stadthäger bisher das seit November bestehende Carsharing-Angebot in der Stadt genutzt. Der Standort Feuerwehrgerätehaus Wendthagen wurde noch gar nicht angesteuert. Eventuell wird die Station dort in einen anderen Ortsteil verlegt.

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Am Bahnhof Stadthagen steht seit Ende November ein Wagen des Carsharing-Anbieters „app2drive“. 

Quelle: rg

Stadthagen. Seit Ende November stehen in Stadthagen – am Hundemarkt, am Bahnhof sowie am Feuerwehrgerätehaus Wendthagen – drei Wagen des Unternehmens app2drive. Carsharing ist das Stichwort. Doch noch zögern die Stadthäger, was das Leihen von einem der „Teil-Fahrzeuge“ angeht. Erst viermal sei der Service in Anspruch genommen worden, teilt Network-Manager Peter Mentzel auf SN-Anfrage mit.

Demnach habe es drei Anmietungen am Hundemarkt gegeben, eine am Bahnhof. Im Schnitt seien die Wagen bis zu zweieinhalb Tage ausgeliehen worden. „Also nicht nur für eine kurze Fahrt zum Einkaufen“, so Mentzel, der anhand der schlechten Zahlen das Projekt in der öffentlichen Sicht nicht zu Grabe tragen lassen wolle. Zumal der Startschuss in einer Zeit gefallen sei, vor Weihnachten, als die Menschen vielleicht andere Dinge im Kopf gehabt hätten. Deswegen wolle er alle Standorte weiter beobachten – zumindest bis Februar.

„Dann würden wir das Gespräch mit der Ortsbürgermeisterin Ulrike Koller oder auch Bürgermeister Oliver Theiß suchen, um eine Lösung zu finden.“ Vielleicht sei in Wendthagen auch einfach der Standort am Feuerwehrgerätehaus nicht der glücklichste. Letztlich könne es jedoch sein, dass für den dort abgestellten Wagen auch ein Stellplatz in einem anderen Ortsteil gesucht werde. „Aber das haben die Leute selbst in der Hand“, macht Mentzel deutlich. Durchschnittlich rechne sich der Betrieb für die Firma, „wenn acht Personen das Angebot regelmäßig nutzen und auf einen eigenen Zweitwagen verzichten“.

Neben den Standorten in Stadthagen hat das Unternehmen im vergangenen Jahr auch in Sachsenhagen, Rehren, Rolfshagen und Rinteln Stationen aufgebaut. Während es auch in den beiden erstgenannten eher mäßig angelaufen sei, spricht Mentzel für die Kernpunkte der circa 17 Wagen in Rinteln von einem „richtig guten Start“. Eine Erklärung, warum der Zuspruch dort so viel besser sei als in Stadthagen, habe er auch nicht, so Mentzel, der schon wieder unterwegs ist, um weitere Standorte in der Region in Stellung zu bringen.

Das Unternehmen wächst stetig. Während es vor einem Jahr rund 140 Standorte in 70 Städten gegeben habe, schätzt Mentzel, dass aktuell bereits in 100 Städten Wagen der Aschaffenburger Firma stünden. Und weitere Gemeinden und Städte hat der Network-Manager auch schon in Sicht. So war er vergangene Woche in Nienstädt, wo das Unternehmen seinen Service anbieten möchte. Mit Obernkirchen gebe es bereits einen unterschriebenen Vertrag.

Mentzel ist von der Einfachheit des Systems überzeugt: „Selbst ältere Menschen kommen damit zurecht und es ist absolut sicher.“ Im Tarif „Comfort“ zahlt man pro angefangene Stunde drei Euro, pro Kilometer 15 Cent, dazu eine monatliche Grundgebühr von 9,90 Euro.

Während der Bundesverband CarSharing von steigenden Zahlen spricht, gibt es auch die gegenteilige Bewegung: In der Region Hannover beispielsweise gab es im Jahr 2014 in zwölf Städten Carsharing-Angebote, heute sind es nur noch sieben. Der Rückzug war immer auf fehlende Nutzer zurückzuführen.

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In Bad Nenndorf soll nun auch ein Versuch unternommen werden, ein Carsharing-System anzusiedeln. Die Grünen im Stadtrat hatten vorgeschlagen, dass sich die Kurstadt dafür ebenso wie im Landkreis Schaumburg bereits Rinteln, Stadthagen und Sachsenhagen an das Unternehmen app2drive wendet.

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