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Seniorenbeirat Der Neue

Nach dem Tod des bisherigen Vorsitzenden Heinz-Gerhard Senne hat der Stadthäger Seniorenbeirat Ende Juni eine neue Spitze gewählt. Der 65-jährige Axel Wiegand stammt aus Otterndorf an der Niederelbe und lebt erst seit zwei Jahren mit seiner Frau in Stadthagen.

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Axel Wiegand hält Hündin Lizzy mit einem Leckerlie unter Kontrolle.

Quelle: jcp

Stadthagen. Nach Schaumburg ist der pensionierte Mess- und Regelmechaniker aus familiären Gründen gezogen. Beim Neubürgerempfang lernte er Karl-Heinz Hansing kennen, der vor Senne selbst lange Vorsitzender des Seniorenbeirats gewesen war.

Hansing lud Wiegand ein, sich für das Gremium aufstellen zu lassen. „Ich war selbst überrascht, als ich reingewählt wurde“, sagt Wiegand. Hansing hätte aber gerade den Blick des Außenstehenden als Bereicherung empfunden. Und Lust hatte Wiegand auf ein Ehrenamt ohnehin, denn schließlich hatte er bereits Erfahrungen damit gesammelt.

Aus Landkreis Cuxhaven

Zehn Jahre lang war der ehemalige Tennisspieler Vorsitzender der Tennisabteilung des TSV Wanna. Die dörfliche Gemeinde Wanna gehört wie Otterndorf zur Samtgemeinde Land Hadeln im Landkreis Cuxhaven. In seinem Heimatdorf hatte Wiegand die ersten 40 Jahre seines Lebens verbracht und war dann umgezogen.

Auch in den Gemeinderat Wanna wollte Wiegand, blieb damit aber erfolglos. Aufstellen ließ er sich nicht für eine Partei, sondern für einen freien Wählerblock. Auch beim Seniorenbeirat, findet Wiegand, geht es darum, sich „überparteilich für die Bürger zu engagieren“.

Als dann ein Vorsitzender gebraucht wurde, habe Hansing erneut bei Wiegand angefragt. „Ich wollte, dass es weitergeht“, sagt der gebürtige Otterndorfer. „Also habe ich gesagt, ich würd’s machen.“

An Themen für den Seniorenbeirat mangele es jedenfalls nicht, sagt Wiegand. Zunächst seien da all die Kleinigkeiten, zu denen man Impulse geben könnte, die dann zum Beispiel zum Aufmalen eines Zebrastreifens führen, sodass eine Straße mit dem Rollator leichter zu überqueren ist.

Vielfältige Anliegen

Auch in die Neugestaltung des Marktplatzes wolle der Seniorenbeirat sich einbringen. Bezahlbares Wohnen in der Innenstadt sei ebenfalls so eine Sache, derer man sich auf Wunsch vieler älterer Menschen in Stadthagen annehmen möchte.

„Dann ist da noch der Westwall, der mit Gehhilfen kaum zu bewältigen ist“, erklärt Wiegand. „Da muss dringend neuer Teer drauf.“ Überhaupt Mobilität: Zusammen mit Stadt und Landkreis wolle der Seniorenbeirat Möglichkeiten erörtern, das nach Wiegands Empfinden ohnehin kaum genutzte „50/50“-Angebot für Jugendliche – die damit weniger fürs Taxi auf dem Heimweg von der Disco zahlen – abzuschaffen, und das frei werdende Geld stattdessen in die Transportmöglichkeiten für ältere Menschen zu stecken.

In Stress soll Wiegands Engagement aber nicht ausarten. Den Tennisschläger hat er inzwischen ganz eingepackt, Entspannung und Ablenkung findet der Mittsechziger bei der Gartenarbeit – wenn die wilde Beagle-Hündin Lizzy ihn denn lässt. Sein Faible fürs Grüne hat Wiegand relativ schnell auch den Weg in eine andere Institution der neuen Heimat finden lassen: Immer mittwochs ist er beim Stadthäger Gartenbauverein anzutreffen. jcp

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