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Stadthagen Stadt Der Ofen ist aus
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Der Ofen ist aus
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00:22 01.01.2015
Nach dem La Piazzetta (rechts) machen zum Jahresende das Markt 16 (links) und das Pinocchio zu. Die Gründe der Schließungen sind verschieden.  Quelle: rg/Montage: Harmening
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Stadthagen. Pinocchio-Geschäftsführer Volker Heuke gibt „schweren Herzens“ nach 14 Jahren sein Restaurant in Obernwöhren auf. An der Nachfrage liege es nicht, betont der Gastronom. Vielmehr sei an der Grundsubstanz der Immobilie einiges zu reparieren und das wiederum könne sich der Verpächter derzeit nicht leisten. Ende November, Anfang Dezember fiel der Entschluss von Heuke und seiner Geschäftspartnerin Aysedudu Ülker-Strauß. In nächster Zeit konzentrieren sich die beiden auf ihr Haupthaus in Bückeburg.

In Stadthagen wird in der Folge der Bringdienst eingestellt. „Von Bückeburg aus ist das einfach zu weit. Da ist die Pizza kalt, wenn sie beim Kunden ankommt“, sagt der 45-Jährige. Die Grenze des Lieferservice werden Nienstädt, Meerbeck und Enzen sein.

Doch mit Stadthagen hat Heuke nach eigenen Angaben noch nicht endgültig abgeschlossen. Sobald sich eine angemessene Location auftut, würde er wieder ein zweites Restaurant aufmachen. „Die sehe ich derzeit aber nicht“, sagt der Gastronom. Das La Piazzetta komme für ihn wegen der Größe nicht infrage. „Die nächsten Räume müssen perfekt sein“, betont er. Vorher gebe es keine Neueröffnung.

Schlechte Nachrichten auch aus der Fußgängerzone: „Es lohnt sich nicht“, begründet Markt-16-Betreiber Kai Tilgner (31) seinen Entschluss, das Lokal im ersten Stock der Marktpassage am Jahresende zu schließen. Erst im Februar hatte Tilgner das Markt 16 vom langjährigen Vorbesitzer Eckhard Krömer übernommen. Eine Schließung sei damals bereits erwogen worden, erklärt Tilgner.

Aber mit einem neuen Konzept und einer Umgestaltung wollte der gelernte Koch das Markt 16, in dem er bereits vier Jahre mitgearbeitet hatte, neu auf Kurs bringen. Unter „Bar und Lounge“ inklusive Frühstücksangebot und Mittagstisch firmierte die Gaststätte nunmehr – nicht mehr als Musikkneipe.

Nach nur zehn Monaten jedoch wirft Tilgner das Handtuch: „Es zieht nicht. Unten ist genug Auswahl“, verweist der 31-Jährige auf weitere Gastronomiebetriebe im Erdgeschoss der Marktpassage. Vielleicht, so Tilgner, hätte sich der Betrieb halten können, wenn er die Kneipe nur abends oder nur am Wochenende – eventuell mit besonderen Events – hätte betreiben können.

Das aber lasse der Pachtvertrag mit Marktpassagenbetreiber Günther Kreft nicht zu. Die Öffnungszeiten hätten sich an denen der Passage orientieren müssen. Zum letzten Mal öffnet das Markt 16 am Silvestertag. vin, sk

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