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Der Toten gedenken

Stadthagen Der Toten gedenken

Stadthagen (kle). Wer die Folgen des Krieges kennt, weiß den Frieden zu schätzen: Die Schüler des Wahlpflichtkurses „Arbeit für den Frieden“ der Schule am Schlosspark haben nicht nur über die Bedeutung des Friedens geredet, sondern auch aktiv etwas dafür getan.

Sie haben Kriegsgräber der Gefallenen des Zweiten Weltkriegs gepflegt und für den Volkstrauertag 2009 eine Gedenkfeier gestaltet, in denen sie die Sinnlosigkeit des Krieges mit seinen grausamen Folgen darstellen wollten.
Für ihren tiefreichenden Einsatz für die Gesellschaft weit über ihre Kurspflichten hinaus wurden die 17 teilnehmenden Schüler nun für den Goldenen Löwen von Stadthagen nominiert, eine Auszeichnung des Lions-Clubs für besonderes Schülerengagement.
„Wenn man was für Stadthagen tun kann, fühlt sich das schon gut an“, beschreibt der 17-jährige Bünyamin Yayli seine Erfahrungen mit dem Kurs. Doch auch zwischenmenschlich hat er durch die Teilnahme einiges gewonnen, wie er sagt: „So konnte man sich untereinander besser kennenlernen.“
Für die Gedenkfeier am Volkstrauertag hatten die Schüler fremde und eigene Texte und Gedichte erarbeitet, die sie auch selbst vortrugen, und lasen dabei aus Briefen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs vor. Symbolisch überreichten sie jedem der Besucher einen Stein, um zu zeigen, dass der Frieden bei den Menschen zuhause anfängt. Die Gedenkfeier endete mit einem gemeinsamen Gebet, das die Schüler, alle unterschiedlicher Herkunft und Religionszugehörigkeit, gemeinsam verfasst hatten.

Yaren Ismail von der Schule am Schlosspark in Stadthagen ist erst zwölf. Dennoch hat sie etwas auf die Beine gestellt, was ihr die vermeintlich so „Großen“ erst mal nachmachen müssen. Nach dem Erdbeben in Haiti hat sie aus eigenem Antrieb eine Spendenaktion für das Land initiiert. Aus diesem Grund wurde sie für den Goldenen Löwen von Stadthagen nominiert, eine Auszeichnung des Lions-Clubs für besonderes Schülerengagement.
„Ich habe das mit Haiti im Fernsehen gesehen und wollte dann unbedingt was dafür machen“, erzählt die junge Stadthägerin. Als sie merkte, dass ihre eigene Schule keine Aktionen für das Land geplant hatte, nahm sie die Sache einfach selbst in die Hand, „weil es dafür die Hilfe von allen braucht“, sagt sie.
Zuerst trug Yaren ihr Anliegen vor der Schülerverwaltung vor und setzte sich erfolgreich dafür ein, sie mit ins Boot zu holen. Danach entwickelte sie Flyer, um sie am Tag der offenen Tür an Eltern und Mitschüler zu verteilen, und sammelte umfangreiches Material für ihren Informationsstand bei der Schulveranstaltung. Gemeinsam mit Schüler- und Elternvertretern verfasste sie außerdem einen Informationsbrief für alle Eltern, zählte das Geld in den Kassen nach der Spendenaktion und erstellte zahlreiche Plakate.
Ihre jüngste Aktion war eingebettet in das Frühlingsfest der Schule, wo sie erneut Spenden sammelte. Insgesamt hat sie so mehr als 600 Euro für Haiti zusammenbekommen. Ein Ende ist aber noch nicht in Sicht: „Ich will auf jeden Fall weitermachen“, sagt Yaren. Und das nächste Projekt ist auch schon in Planung.

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