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Stadthagen Stadt Der Uhu muss umziehen
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Der Uhu muss umziehen
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22:20 15.09.2017
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STADTHAGEN

Die Untere Naturschutzbehörde hat im Vorfeld des Abrisses eine Überprüfung des Geländes vorgenommen. Das Ergebnis: Ein Uhu und auch Jungvögel wurden laut Martina Engelking, Leiterin der Unteren Naturschutzbehörde, dort gesichtet. Es gebe jedoch keine Hinweise darauf, ob sich der Brutplatz direkt in dem Turm befinde oder dieser nur als Versteck genutzt werde.

Der Vogel ist schon länger am Georgschacht beheimatet. Als der Kohlebunker auf dem Areal 2007 abgerissen wurde, sei am Georgschacht eine künstliche Nisthilfe für den Uhu eingerichtet worden. Nach Worten von Engelking wurde sie auch angenommen. Daher habe die Untere Naturschutzbehörde den Abriss für die Zeit von Oktober bis Dezember empfohlen.

Auch für Gerd Hegemann ist der Uhu kein Unbekannter. Aber der Abriss erfolge ja nicht in den nächsten Tagen. Aufgrund des Sicherheitsrisikos müsse er allerdings sein. Auf dem Gelände gebe es außer dem einsturzgefährdeten Wasserturm zudem noch viele „mitgenommene Gebäude“, die dem Vogel die Möglichkeit böten, einen neuen Platz zu finden. Und bei allem, was gebaut oder abgerissen werde, würde immer auch das Naturschutzrecht beachtet, betont der Bauamtsleiter.

Guido Ronge: Wasserturm könnte sinnvoller Baustei sein

Guido Ronge bedauert, dass durch den Abriss des Wasserturms der Lebensraum der Tiere immer weiter beschnitten werde. Der Vorsitzende der Nabu-Ortsgruppe Stadthagen sagt: „Auch wenn der Turm aus ökologischer Sicht zur Zeit nicht unmittelbar nötig und nicht unersetzbar erscheint, könnte er einen weiteren sinnvollen Baustein in dem Ökosystem am Georgschacht darstellen.“

Daher wäre der Erhalt des Turmes zu begrüßen. Jedoch müsse man sich „im Klaren darüber sein, dass das pure Wünschen allein kein guter Berater ist und zu hohen ineffizienten Kosten und Folgekosten führen kann“. Interessant ist der Turm aus seiner Sicht in erster Linie wegen des „kulturhistorischen und kulturlandschaftlichen Aspekts". Dieses sei in der Vergangenheit offenbar nicht ausreichend beachtet worden.

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