Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 17 ° Gewitter

Navigation:
Der Wall muss warten

Sanierung verzögert sich Der Wall muss warten

Eigentlich sollte es Schlag auf Schlag gehen: Nachdem der östliche und nördliche Teil der historischen Wallanlage in Stadthagen mittlerweile fertig saniert sind, sollten sich unmittelbar die entsprechenden Arbeiten am Westwall anschließen. Diese Arbeiten müssen nun auf 2019 verschoben werden. 

Voriger Artikel
Langfristig oder langatmig?
Nächster Artikel
Unwissenheit schützt vor Strafe nicht

Pfützen auf dem Wall: Eine Sanierung würde dem Weg guttun, doch Altstadt und Lusthaus gehen vor.

Quelle: rg

Stadthagen. Die Restaurierung des Lusthauses im Schlossgarten sowie die Planungsarbeiten für das Sanierungsgebiet Altstadt werden nach Angaben des städtischen Bauamtsleiters Gerd Hegemann vorgezogen.

Unerwartet dazwischen gekommen sei die Aufgabe, das Lusthaus im Schlossgarten zu restaurieren, berichtet Hegemann. „In einem Zug“ solle dann auch der Schlossgarten umgestaltet werden. Dazu zählt die Neugestaltung des südlichen Teils und die Restaurierung des großen Brunnens in der Mitte der Anlage. Die Politik habe beschlossen, dieses Projekt vorzuziehen und im Gegenzug die Westwall-Sanierung zu verschieben.

Beides parallel zu betreiben, dafür fehlten das Geld im städtischen Haushalt und die personellen Kapazitäten, verdeutlichte der Bauamtschef. Für die Sanierung des Westwalls sind in der mittelfristigen Finanzplanung des Etats rund 500.000 Euro eingesetzt. Die Sanierung des Ost- und Nordwalls hat zusammen 400.000 Euro gekostet.

Auswirkungen auf die Verkehrsführung

Doch noch ein zweiter wesentlicher Aspekt ist nach Darstellung von Hegemann Grund für die Verschiebung. Da die Stadt in das Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ aufgenommen worden ist, stünden umfangreiche Planungsarbeiten mit Blick auf die Entwicklung der Altstadt an. So sei bereits die Erarbeitung eines Strukturkonzeptes angeschoben worden, in dem geklärt wird, wie sich die Faktoren Einzelhandel, Wohnen und Erholung in der Altstadt verteilen sollen. Das könne Auswirkungen auf die Verkehrsführung haben, für die ebenfalls ein Konzept entwickelt werden müsse. Und dieses könne den Westwall tangieren, und zwar besonders im Bereich des Kaufhauses Hagemeyer inklusive der dortigen Treppenanlage.

Ob hier ungeachtet von Tendenzen der politischen Meinungsbildung aus den vergangenen Jahren doch ein Kreisel gebaut werden soll, ob ein Walldurchbruch erforderlich wird, all das seien letztlich noch offene Fragen, so Hegemann: „Wir brauchen aber erst die fertigen Konzepte und die Antworten auf die genannten Fragen, bis wir sicher sind, wie die Gestaltung des Westwalls in diesem Bereich aussehen soll.“ Das könne sich bis Ende kommenden Jahres hinziehen.

Es wäre jedoch ein Fehler, die Sanierung der Wallanlage erst vorzunehmen, nur um dann eventuell festzustellen, dass man Teile nochmal anfassen muss, erläuterte der Bauamtsleiter. Insofern könne die Sanierung des Westwalls erst 2019 in Angriff genommen werden.

Eventuell vorgezogen werden könne die Erneuerung der Baumbepflanzung im nördlichen Teil des Westwalls. Anstelle nur Bäume entlang des Weges zu haben, sei hier eine parkähnliche Streuung der Bepflanzung wie am Ostwall denkbar, so Hegemann.

Überhaupt sei geplant, die Gestaltung des Westwalls entsprechend der östlichen Wallanlage vorzunehmen, fährt Hegemann fort. Das beziehe sich auf die Beleuchtung, die Möblierung und die Decke des Hauptweges. Doch wie der Westwall im Bereich Hagemeyer künftig gestaltet wird, dass müssen politische Willensbildung und Planung erst noch ergeben – bis zum Jahr 2019. ssr

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Schaumburg