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Der eigene Fuhrpark ist Geschichte

Drei Brauerei-Mitarbeiter bekommen Kündigung Der eigene Fuhrpark ist Geschichte

Monatelang hat die Belegschaft die Krise gemeinsam durchgestanden und sich zuletzt über Licht am Ende des Tunnels gefreut. Doch nun sind bei der insolventen Schaumburger Privat-Brauerei doch noch Kündigungen ausgesprochen worden.

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Die Zeit der „Bierkutscher“ ist vorbei: Die Schaumburger Brauerei hat den eigenen Fuhrpark aus Kostengründen aufgegeben.

Quelle: Archiv

Stadthagen. „Wir sind alle bitter enttäuscht“, sagt einer der drei Fahrer, die nach der Auflösung des Fuhrparks ihren Job verloren haben.

 Es war eine böse Überraschung für den 59-Jährigen: „Bis zur Kündigung habe ich nicht gewusst, dass der Fuhrbetrieb aufgegeben wird.“ Seit 1. Januar beliefert die Brauerei die Händler nicht mehr selbst – die Fahrzeuge wurden verkauft.

 Insolvenzverwalter Sascha Bibiha spricht von einer „notwendigen Restrukturierungsmaßnahme“. Der brauereieigene Fuhrpark sei auf Dauer nicht tragbar gewesen. Die Belieferung der Kunden hätte zu finanziellen Verlusten im sechstelligen Bereich geführt. Das Unternehmen habe eine andere Kernkompetenz, nämlich „das Herstellen von Bier – und nicht das Fahren von A nach B“.

 Bibiha betont: „Wir haben nicht geschaut, was können wir wegrationalisieren, sondern wie können wir uns aufstellen, um den Standort nachhaltig zu sichern.“ Positive Rückmeldung hat es ihm zufolge auch von den Kunden gegeben: „Viele von ihnen haben das begrüßt.“ Für die Händler stehe die Unternehmenssicherung im Fokus. Ähnlich sieht es auch Geschäftsführer Friedrich-Wilhelm Lambrecht: „Der Standort steht an oberster Stelle.“

 Kein Trost für die nun arbeitslosen Fahrer: „Drei Leute hätte man immer irgendwie unterbringen können“, meint der 59-Jährige. Er hätte gern auch in einem anderen Bereich der Brauerei gearbeitet.

 Insolvenzverwalter Bibiha bedauert die Situation, erklärt jedoch, dass die Mitarbeiter lediglich als Fahrer angestellt waren und nicht zu den gleichen Konditionen andere Aufgaben hätten übernehmen können. „Es ist mir nicht leicht gefallen“, versichert er, „wobei ich aber glaube, dass erfahrene Kraftfahrer durchaus gesucht werden.“ Zudem seien die Aufträge für die Lieferung nun ausschließlich an regionale Getränkehändler gegangen, mit denen die Brauerei schon seit Langem zusammenarbeite. Somit würden auch die Arbeitsplätze in Schaumburg erhalten bleiben, unterstreicht Bibiha. tbh

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