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Deutsch-polnisches Erinnerungsstück

Stadthagen / Ratsgymnasium Deutsch-polnisches Erinnerungsstück

Eine ambitionierte Musik-Theaterproduktion, die einiges verspricht: Zwölf Schüler des Ratsgymnasiums stellen mit zwölf polnischen Jugendlichen innerhalb von vier Tagen eine Inszenierung auf die Beine, die an den nationalsozialistischen Völkermord und an den Widerstand gegen die Diktatur erinnern soll.

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Die Schüler haben nur vier Tage Zeit für ihre Proben.

Quelle: par

Stadthagen (par). Die 24-köpfige Gruppe, die auf Stadthäger Seite von den erfahrenen Inszenierern Harald Ruprecht und Dietmar Post, beide Lehrer am Ratsgymnasium, unterstützt wird, hat sich einiges vorgenommen. Das Schülerensemble interpretiert in einer gemeinsamen zweisprachigen Musik-Theaterproduktion in Form einer szenischen Collage das Theaterstück „Der Prozess von Shamgorod“ von Elie Wiesel über ein Gerichtsverfahren gegen Gott und das Poem „Der große Gesang vom ausgerotteten jüdischen Volk“ des polnisch-jüdischen Dichters Jichzak Katzenelson. „Beide Vorlagen stammen von Zeitzeugen, die ihre Erlebnisse niedergeschrieben haben. Das war uns bei der Auswahl sehr wichtig“, stellte Ruprecht klar.

Nur vier Tage sind die polnischen Schüler des Lyceums Slupca in Stadthagen. Somit bleibt wenig Zeit, die Produktion bühnenreif einzustudieren. „Beide Gruppen haben sich schon vorher mit den Texten beschäftigt. Somit müssen wir nur noch das Zusammenspiel üben“, so Ruprecht, der gleichzeitig betonte, dass ein derartiges Projekt in so kurzer Zeit eine Gruppe zusammenschweiße.

Bereits seit dem Jahr 2005 besteht die gemeinsame Theaterarbeit der beiden Schulen, die anlässlich des Projekts „Die Notwendigkeit der Erinnerung“, einer Veranstaltungsreihe des Fördervereins „Ehemalige Synagoge Stadthagen“, ins Leben gerufen wurde. Als Schirmherr der Reihe fungiert Landrat Jörg Farr.

Die Wurzeln der Kooperation zwischen dem Ratsgymnasium und der polnischen Schule gehen sogar noch weiter zurück als 2005. „Seit 20 Jahren besteht die Verbindung. Der Besuch der Gedenkstätte in Auschwitz gehört immer dazu“, sagte Post.

Bereits am Freitag, 16. September, stellen die 24 Schüler (acht von ihnen werden die Inszenierung instrumental begleiten) ihr Stück vor. Von 11.45 bis 12.45 Uhr wird es eine Vorführung für die Schüler des Ratsgymnasiums geben. Abends ist die Öffentlichkeit eingeladen, sich von der zweisprachigen Musik-Theaterproduktion ein Bild zu machen. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr in der Aula des Ratsgymnasiums. „Wir freuen uns über möglichst viele Besucher“, sagte Ruprecht.

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