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Dichtung im Grünen, Tanz auf dem Marktplatz

Stadthagen Dichtung im Grünen, Tanz auf dem Marktplatz

Handel und Wandel, Klatsch und Klönen auf Bänken und an Tischen, Spiel und fröhliche Livemusik: Das Herz der Weserrenaissance-Tage schlug am Sonnabendmorgen auf dem Marktplatz umgeben vom Wochenmarkt.

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„An hellen Tagen, Herz – welch ein Schlagen“: Das Trio „Brumborium“ aus Hamburg unterhält mit Akkordeon, Pfeifen und Dudelsäcken.

Quelle: sk

Stadthagen. Dichtung und Rezitation im Grünen gab es im Klostergarten und „Räuber der Lüfte“ flogen im Schlosspark.
Schon am Vorabend wusste die vierjährige Saphira, als was sie am Sonnabend geschminkt werden wollte. Zum Spiel und Spaß am Wochenmarktbrunnen , ausgerichtet von der Alten Polizei in Zusammenarbeit mit der Stadt, zählte eine Schminkaktion. Saphiras Gesicht strahlte bald als Sonnenblume. Geübt werden wollte das Stelzenlaufen, und es gab etliche andere Spiele und Bastelarbeiten, die mit einfachsten Materialien schon vor 500 Jahren für Kurzweil sorgten.
Wachsenden Zulauf von Marktbesuchern erhielt die Szenerie mit dem Erscheinen dreier kostümierter Musikanten. „ Brumborium “ spielte mit Akkordeon auf, mit Rauschpfeife und flämischem Dudelsack – und zwar so heiter und animierend, dass sich bald ein Tanzkreis formierte.
Bald war das Trio im abgelegenen Klostergarten zu hören, für Besucher gastlich hergerichtet vom Renaissanceverein. Unter knorrigen Apfelbäumen am Tisch klangen lebenslustige Trinklieder der derberen Art: „Lache, saufe, hure, trabe – notabene bis zum Grabe“.
Mit ernster Miene sah man hingegen einen schlaksigen Jüngling durch den Garten zwischen Büschen und Buchsbaum wandeln, vertieft in ein Buch. Der Ratsgymnasiast Leon Romeike zitierte sinnenfrohe Literatur der Renaissance.
„Fliegen Ihnen die Vögel nicht weg?“ lautet die häufigste Frage, die Falkner Volker Walter beantworten muss. Doch, das passiere schon mal während einer Flugvorführung, berichtete der Greifvogelexperte im Schlosspark. Weißkopfseeadler Laran , der auf der linken Hand des Falkners aus dem Altmühltal saß und stolz in die Zuschauermenge blickte, hat der Falkner schon aus Marseille abgeholt.
Der Abend tauchte die Innenstadt in eine eigentümliche bezaubernde Stimmung. Nicht nur auf dem Marktplatz wurde Musik gemacht; hier spielten die „Ballroom Rockets“ auf. Lichter wiesen den Weg zu weiteren Livemusik-Standorten, und hin und her kreuzten sich die Wege flanierender Besucher, die bei der Nacht der Musik das nächste Set ansteuerten, etwa den Schlossinnenhof, wo die Bläserkombo „Crazy Horns“ gar nicht leise ihr Publikum begeisterte. Im Landsberg’schen Hof bot sich das Gegenteil: Zarte Querflöten- und Harfentöne vom Duo „Petit Fleur“ schwebten durch den Hof. Klassiker des Swing und Latin gab es am Mausoleum von „Take Jazz“. sk

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