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Die Chance beim Schopfe gepackt

Stadthagen / Diamantene Hochzeit Die Chance beim Schopfe gepackt

Ich hatte sie schon ins Auge gefasst“, sagt Wilhelm Bruns. Seine Frau Rosemarie neben ihm zeigt ihr sympathisches Lächeln. „Und dann habe ich mir einfach ihre Hand genommen“, blickt der 85-Jährige anlässlich ihrer Diamantenen Hochzeit auf den Beginn der gemeinsamen Jahre zurück.

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Rosemarie und Wilhelm Bruns feiern Diamantene Hochzeit. 

Quelle: js

Von Jan Schaumburg

Stadthagen. 64 Jahre ist es nun her, als sich Wilhelm ein Herz fasste. Zum Erntefest 1950 stiegen beide auf denselben Erntewagen, er ergriff seine Chance und beide „sind so schnell nicht mehr vom Erntewagen herunter gekommen“, wie Rosemarie versichert. Der rüstige Rentner wohnt zeit seines Lebens an der Probsthäger Straße. Rosemarie von der Vornhäger Straße kam fast aus der direkten Nachbarschaft. Entsprechend feierten die Straßenzüge gemeinsam und so fand sich, was sich finden musste.

Vier Jahre später wurde geheiratet. 60 Jahre harmonische Zweisamkeit sollten folgen. „Bei uns hat es nie großen Krach gegeben“, sagt der 85-Jährige. Rosemarie fügt hinzu: „Es ist wichtig, nicht immer auf sein Recht zu pochen und immer zueinanderzufinden.“ Diesen Grundsatz gaben sie ihren beiden Söhnen Rolf und Klaus mit auf dem Weg, als diese selbst den Bund der Ehe schlossen und sagten: „Macht’s genauso wie wir.“ Beide beherzigten den Ratschlag und Wilhelm und Rosemarie konnten sich im Laufe der Jahre über drei Enkel freuen, die alle bereits das Erwachsenenalter erreicht haben.

Weiteren Zuwachs hat es in der Familie Bruns aber noch nicht gegeben. „Ein bisschen Glück gehört immer dazu“, weiß Wilhelm. Aber auch ohne Urenkel feiert das Jubelpaar heute mit knapp 50 Freunden und Familienangehörigen ausgelassen im Gasthaus Gerland in Nienbrügge ihre Diamantene Hochzeit.

Diese Gelegenheit will Wilhelm nicht verstreichen lassen, mit seiner Rosemarie zu tanzen. Auch wenn er nicht weiß, wie lange die Kondition reichen wird und ob die Schritte noch sitzen. Aber man wisse schließlich nie, was einem erwartet, auch nicht in der Ehe: „Man fasst sich an die Hand – und stolpert ins Leben“, sagt er mit einem Lächeln.

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