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Die Ideen sprudeln

Schlossgarten Die Ideen sprudeln

Was soll aus dem Schlossgarten werden? Mit dieser Frage hat sich die Stadtverwaltung an die Bürger gewandt. Ergebnis: Eine Kluft tat sich auf zwischen Anhägern einer nahezu originalgetreuen historischen Rekonstruktion und solchen, die es vor allem kinderfreundlich mögen.

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Zwischendurch geht es zur Besichtigung in den Park, diskutiert wird in der Alten Polizei.

Quelle: jcp

Stadthagen. Außerdem stand aller Gegenwehr des Bürgermeisters zum Trotz immer wieder das Stadtgartencafé im Mittelpunkt der Debatte. Als Erster brachte Udo Jobst vom Renaissanceverein das Thema aufs Tableau. „Das Lusthaus muss ohne Anbau auf dem Wasser stehen“, schmetterte er nach minutenlanger Herleitung eine seiner Kernforderungen. Ein Teil der rund 100 in der Alten Polizei anwesenden Zuhörer belohnte das emotionale Plädoyer mit spontanem Applaus.

Stillstand seit dem Brand

Bürgermeister Oliver Theiß bat: „Lassen Sie uns heute beim Thema Schlossgarten bleiben.“ Jobst entgegnete, der von ihm an diesem Abend vertretene Verein lege „Wert auf das Historische“. Im Frühjahr 2015 hatte es in einem Teil des Cafés gebrannt. Seitdem herrscht Stillstand, der bei Politik und Bürgerschaft gleichermaßen für Unmut sorgt. Dem jüngsten Ratsbeschluss zufolge soll nun der vom Feuer beschädigte Teil des Cafés saniert werden. Die Verwaltung hätte eine deutlich teurere aber in ihren Augen eben auch zukunftsfähige Variante mit aufwendigem Neubau vorgezogen.

Auch bei der Informationsveranstaltung in der Alten Polizei fragten immer wieder Bürger: Wie geht es denn nun weiter? Theiß erklärte, der zuständige Architekt arbeite daran. Mit einer Wiedereröffnung sei im Frühjahr 2017 zu rechnen.

Wiederherstellung des Renaissance-Zustandes

Nach dieser groben Terminbekanntgabe konnte es weitergehen mit dem eigentlichen Grund des Zusammenkommens: dem Schlossgarten im Ganzen. Sehr schnell wechselten sich dabei Stimmen ab, die zum einen für eine möglichst weitgehende Wiederherstellung des Renaissance-Zustandes stimmten, zum anderen betonten, dass der Park auch für Kinder und Jugendliche nutzbar sein sollte. Die Seiten schienen der Auffassung, diese beiden schlössen einander aus.

Aussagen wie „Ich möchte im Café in Ruhe verweilen und nicht von Kindergeschrei gestört werden“ und „Für Kinder und Jugendliche soll etwas gemacht werden, aber nicht im Schlossgarten“ trafen auf Gegenpositionen wie „Der Park ist für die Menschen der Stadt, und da gehört ein Spielplatz dazu“. Ein junger Vater versuchte es schließlich mit: „Vielleicht brauchen wir weniger ,Wir gegen die‘ und mehr ‚Zusammen‘.“

So konnte der Bürgermeister bei allem Konflikt doch noch den einen oder anderen Vorschlag für die weitere Planung mit ins Rathaus nehmen. Unter anderem sagte eine Bürgerin: „Was ich in Stadthagen vermisse, ist ein anständiger Biergarten.“  jcp

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