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Die Stimmung ist gespalten

Stadthagen / Faurecia Die Stimmung ist gespalten

144 Mitarbeiter des Autositzeherstellers Faurecia in Stadthagen sind bei der vergangenen „Kündigungswelle“ entlassen worden. Seit Anfang September arbeitet die neue Transfer- und Qualifizierungsgesellschaft (TQG), deren Aufgabe es ist, die Betroffenen weiterzubilden und neue Anstellungen für sie zu finden.

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Quelle: Archiv

Stadthagen. 86 Mitarbeiter wurden inzwischen in die TQG überführt, der zweite Teil soll am 1. Dezember in die Transfergesellschaft eintreten, berichtet Kirsten Lattewitz, Sprecherin von Faurecia.

Der Vertrag der Arbeitnehmer mit der TQG hat eine Laufzeit von maximal zwölf Monaten. In dieser Zeit sollen sie Grundqualifikationen, wie beispielsweise einen Staplerschein oder spezielle EDV-Kenntnisse, vermittelt bekommen. Einige Mitarbeiter hätten sich auch für Sprachkurse oder eine Fachqualifizierung zum Maschinenführer entschieden, so Lattewitz.

Die Stimmung unter den Betroffenen ist derzeit recht gespalten, berichtet Jürgen Bittner, stellvertretender Betriebsratschef bei Faurecia in Stadthagen. „Es gibt zwei Kategorien“, sagt er. Die einen, die tatsächlich freiwillig in die TQG gewechselt sind, weil sie wissen, was sie erwartet, und wissen, „was sie machen wollen und was es für sie für Weiterbildungsmöglichkeiten gibt“. Auch für die Leute, die die TQG als „Sprung in die Rente nehmen“, sei diese als Lösung ideal.

Aber gerade für die Gruppe von Mitarbeitern etwa zwischen 45 und 55 Jahren sei die Situation sehr unbefriedigend, vor allem was das Thema Weitervermittlung in neue Jobs angeht. Nachdem der Klageweg für die meisten aber doch zu unsicher war, haben sie sich schließlich dafür entschieden, „das zu nehmen, was sie kriegen können“, so Bittner. Entsprechend sei „die Erwartungshaltung entsprechend unterschiedlich“ bei den einzelnen Betroffenen.

Unter den „Dagebliebenen“, die weiterhin bei Faurecia angestellt bleiben, sei die Stimmung momentan „gar nicht schlecht“. Der Grund: Derzeit werden vor Ort der Sitze für den VW Phaeton und den Audi A8 hergestellt, „dafür hat Faurecia jetzt den Nachfolgeantrag erhalten“. Dieser geht – auch nach intensivem Einsatz des Betriebsrats – „exklusiv an Stadthagen“, erklärt Bittner. kle

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