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Die renitente Renate

Renate Hartmann liest bei den SN Die renitente Renate

Mal derbe und zotig, mal mit persönlich-nostalgischer Note hat die Stadthäger Autorin Renate Hartmann rund 50 Gäste in der Geschäftsstelle der Schaumburger Nachrichten amüsiert.

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Die Autorin Renate Hartmann amüsiert erzählend, singend und dichtend.

Quelle: geb

Stadthagen. „Jede Geschichte habe ich so erlebt“, sagt die 80-jährige Autorin über die Werke, aus denen sie rezitierte. Aus einfachen Verhältnissen kommend sollte die in Gera geborene Frau eine Papstaudienz in Rom und eine Geburtstagsparty in einem New Yorker Millionärsclub erleben. „Renate, lass das!“ behandelt aber auch die bescheidenen, aber nicht weniger komischen Erlebnisse ihrer Jugend.

Verheißungsvoll deutet schon der Buchtitel die Renitenz der jungen Renate an, die für einige Herzanfälle ihrer Mutter verantwortlich gewesen sei. Tierärztin wäre sie gern geworden und die Tierwelt steht oft im Mittelpunkt ihres Gedichtbands „Einfach Tierisch“ sowie bei einigen Anekdoten: So etwa in der Geschichte vom Ochsengespann, dass sich ganz unfeierlich auf einer NSDAP-Größen vorbehaltenen Festwiese entleerte und einen herbei eilenden Polizisten gleich vom „Verrat am Vaterland“ brüllen ließ, oder in Hartmanns heiterer Poesie von Meisen mit Frühlingsgefühlen oder den „Besamungspflichten“ des Karpfen Willibald.

 In den fünfziger Jahren blieb Hartmann nur die Friseurlehre im Stadthäger Salon Borcherding – „keine Herrenjahre“ und viel Arbeit für die damals 14-Jährige. Bei einem späteren Reiseabenteuer nach Paris mit kleinem Budget war es mehr die Suche nach einer erschwinglichen Zwiebelsuppe, als die Mona-Lisa im Louvre, die die Autorin und ihre Verwandtschaft auf Trab hielt. geb

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