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Stadthagen Stadt Differenzen beim Tropicana
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Differenzen beim Tropicana
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16:39 23.09.2015
Quelle: Archiv
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Stadthagen

Für die rot-grüne Ratsgruppe stellte deren Sprecher Jan-Philipp Beck kategorisch fest: „Wir halten sowohl ein Bewegungs- als auch ein Außenbecken für notwendig. Es darf keine Entweder-/Oder-Entscheidung geben.“ Nach derzeitigem Stand, so Beck weiter, solle „im ersten Schritt“ das Bewegungsbecken errichtet werden. Und zwar zeitnah, denn das niedrige Zinsniveau sei günstig für Investitionen. Deshalb stellt der Gruppensprecher fest: „Sofern sich die von den Wirtschaftsbetrieben vorgelegten Kostenrechnungen und der Nutzungsbedarf bestätigen, wollen wir den Bau eines Bewegungsbeckens für 2016 vorsehen“.

 Gleichzeitig sollen die Wirtschaftsbetriebe laut Beck die Planungen für ein Außenschwimmbecken konkretisieren. Insbesondere die Möglichkeit eines Naturbades biete einen interessanten Ansatz. Der Rat müsse eine entscheidungsreife Vorlage bekommen, „um in den nächsten Etatberatungen darüber zu diskutieren, wie eine solche Maßnahme im Finanzplanungszeitraum abgedeckt werden kann“. Das hieße, bis spätestens 2019.

 Klar entschieden zeigte sich Heiko Tadge namens der CDU-Fraktion. „Wir sprechen uns für die Realisierung eines Bewegungsbeckens im kommenden Jahr aus.“ Denn es lasse sich „feststellen, dass der Betrieb eines Bewegungsbeckens bedarfsgerecht und wirtschaftlich wäre“. So könne dem Besucherschwund beim Tropicana entgegengewirkt werden. Zu einem Außenschwimmbecken sagte Tadge nichts.

 Ganz anders Theiß. Er wies darauf hin, „dass für mich noch keine Festlegung auf einen Vorrang des Bewegungsbeckens erfolgt ist und alle Beteiligten ergebnisoffen an die Planungen herangehen“. Er habe den Eindruck, „dass viele davon ausgehen, dass beides möglich ist“. Angesichts der Haushaltslage „befürchte ich aber, dass dem Bürger nur schwer vermittelbar sein wird, innerhalb von wenigen Jahren zwei Investitionen in Millionenhöhe zu tätigen, die jeweils Folgekosten von jährlich 50000 bis 200000 Euro nach sich ziehen“.

 Zwar sei seine Hoffnung, durch energetische Sanierungen Kosten in einer Größenordnung einsparen zu können, die eine Verwirklichung dieses Zieles zulässt. Aber, so betonte der Verwaltungschef: „Wir müssen uns auf den Fall vorbereiten, dass wir uns doch nur ein Projekt dieser Größenordnung leisten können.“ Und auf die Frage, welches Projekt in diesem Falle realisiert werden sollte, gebe die Bürgerumfrage vom vergangenen September keine Antwort. Das herauszufinden, würde also Zeit erfordern, so Theiß. Denn: „Wir dürfen den Bürgerwillen nicht missachten.“ ssr

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